Test deckt auf: So dreist tricksen Hersteller beim Speise-Eis

Hamburg - Eisliebhaber müssen jetzt ganz stark sein! Denn die Verbraucherzentrale Hamburg hat wieder eine echte Mogelpackung aufgedeckt.

Das Beispiel zeigt: In dem Eis von Cremissimo steckt jede Menge Luft.
Das Beispiel zeigt: In dem Eis von Cremissimo steckt jede Menge Luft.  © Verbraucherzentrale Hamburg

Und es betrifft ausgerechnet das im Sommer so heiß begehrte Produkt aus dem Tiefkühlfach. 

Denn viele industriell produzierte Eissorten scheinen tatsächlich echte Schaumschläger zu sein: Hersteller produzieren das Eis mit viel Luft, um Kosten bei der Herstellung zu sparen. 

"Dass sich daran wohl auch in Zukunft nichts ändern wird, ist ärgerlich und nicht nachvollziehbar", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Denn: "Die Schaumschläger unter den Eisherstellern profitieren von der aktuellen Rechtslage."

Wie viel Luft das Eis tatsächlich enthält, erfahren Verbraucher beim Einkauf zunächst nicht, denn die Füllmenge darf in Deutschland in Volumen gekennzeichnet werden, heißt es in dem Bericht weiter. Es sei dagegen nicht verpflichtend, das Gewicht in Gramm anzugeben. 

Die Verbraucherzentrale Hamburg zeigt jetzt in eindrücklichen Bildern mit verschiedenen Sorten Vanilleeis, wie viel Luft wirklich in Eispackungen steckt.

Mehr als 100 Prozent Luft

Das Ergebnis spricht Bände: Denn beim laktosefreien Eis von Cremissimo etwa betrug der Lufteinschlag weit mehr als 100 Prozent. Das Volumen dieses Vanilleeises war damit mehr als doppelt so groß wie die Eismasse ohne Luft. 

Das Eis von Mövenpick, Edeka Bio und Cremissimo in der herkömmlichen Variante kam dagegen immerhin noch auf einen Lufteinschlag von über 50 Prozent. 

Nur Vanilla von Häagen-Dazs fiel mit etwa 25 Prozent nicht durch einen übermäßig hohen Luftanteil auf (etwa 25 Prozent). 

Titelfoto: Verbraucherzentrale Hamburg

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