Verletzungsdrama in Hamburg: Andrea Petkovic gibt unter Tränen auf

Hamburg - Das hatte sie sich ganz anders vorgestellt! Tennis-Profi Andrea Petkovic (34) musste am Donnerstag im Viertelfinale der Hamburg Open verletzungsbedingt aufgeben.

Mit Tränen in den Augen musste Andrea Pektovic (34) in Hamburg aufgeben.
Mit Tränen in den Augen musste Andrea Pektovic (34) in Hamburg aufgeben.  © IMAGO / Metelmann

Die einzig im Turnier verbliebene Deutsche zog sich eine Verletzung an den Adduktoren im linken Bein zu und musste die Partie gegen die Top-Gesetzte und Weltranglisten-Zweite Anett Kontaveit (26) beim Stand von 0:6 und 0:2 abbrechen.

Petkovic war bereits durch eine Blessur am rechten Ellenbogen gehandicapt ins Match gegangen. Beim Stand von 0:3 im ersten Durchgang passierte dann das Missgeschick: Petkovic blieb bei einem Ausfallschritt mit dem linken Bein auf der Linie hängen und griff sich sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Adduktoren-Region des linken Beines.

Danach kämpfte die Darmstädterin, die in der Bundesliga für den TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz an den Start geht, aufopferungsvoll. Sie quälte sich bis zur Satzpause, in der sie ein "Medical Timeout" nahm und die Physiotherapeutin auf den Platz kam.

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Nachdem Andrea Pektovic ihr kurz erläutert hatte, wo sie die Schmerzen verspürt, massierte und testete die Therapeutin das Bein, Petkovic musste sich dazu auf ein Handtuch auf dem Boden legen.

Hamburg Open: Pektovic kämpft, aus aber am Ende unter Tränen aufgeben

Nach einem Ausfallschritt beim Stand von 0:3 fasste sich Andrea Petkovic (34) an die Adduktoren.
Nach einem Ausfallschritt beim Stand von 0:3 fasste sich Andrea Petkovic (34) an die Adduktoren.  © IMAGO / Metelmann

Und da wurde nicht nur ihr, sondern auch den Zuschauern schon klar: Die Botschafterin der Hamburg Open hat starke Schmerzen.

Denn sie zuckte mehrmals zusammen, schlug dann die Hände vors Gesicht und ihr kamen bereits die Tränen.

Dennoch versuchte die 34-Jährige es noch einmal, spielte zunächst weiter. Doch beim Stand von 0:6 und 0:2 gab sie schließlich auf und gratulierte ihrer Gegnerin zum Sieg.

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Bis zur Verletzung hatte Pektovic zwar kein einziges Game gewonnen, doch die Partie war hochklassig und die Deutsche versuchte alles, der Estin Paroli zu bieten. Die aber spielte an diesem Tag einfach zu gut.

Petkovic hatte mit Siegen über die Lokalmatadorin Tamara Korpatsch (6:3, 6:3) und Misaki Doi (6:4, 6:3) das Viertelfinale erreicht.

Im vergangenen Jahr hatte sich die 34-Jährige sogar überraschend ins Finale gespielt.

Titelfoto: IMAGO / Metelmann

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