Trotz Hilferuf kam kein Streifenwagen: Hätte Senior gerettet werden können?

Hamburg - Nach dem Tod eines knapp 80-jährigen Hamburgers prüft das Dezernat Interne Ermittlungen ein mögliches Fehlverhalten der Beamten im Polizeikommissariat 24 in Schnelsen

Aufgereihte Autos der Polizei. (Symbolbild)
Aufgereihte Autos der Polizei. (Symbolbild)  © 123rf/foottoo

Der Hintergrund: Eine in Südengland lebende Frau hatte die Polizei telefonisch gebeten, einen Funkstreifenwagen bei der Wohnung ihrer Eltern vorbeizuschicken, da sie die alten Leute seit Tagen nicht erreicht hatte, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Dies sei der Frau auch zugesagt worden.

Der Funkstreifenwagen sei aber nicht bei der Wohnung der Eltern angekommen. Erst nach einem weiteren Anruf zwei Tage später seien Polizisten zu der Wohnung gefahren und hätten den Vater tot und die Mutter stark dehydriert gefunden. Zuerst hatte das Abendblatt über den Fall berichtet.

Bei der internen Untersuchung gehe es nun darum, zu klären, warum die Kette von der Annahme des Anrufs und der Entsendung eines Streifenwagen bis zu dessen Eintreffen an der Wohnung nicht eingehalten worden sei, sagte der Sprecher.

Laut Abendblatt-Bericht war der Vater, Jahrgang 1943, tot im Bett liegend gefunden worden. Als die Beamten eingetroffen seien, habe seine Frau hilflos auf dem Boden daneben gelegen, wegen ihrer Gebrechen selber nicht in der Lage, Hilfe zu holen. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. 

Dem Bericht zufolge soll der Vater am 4. September - dem Tag des ersten Anrufs seiner Tochter bei der Polizei - möglicherweise noch Spazieren gewesen sein und sich anschließend wegen Kreislaufproblemen ins Bett gelegt haben.

Titelfoto: 123rf/foottoo

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