Schock-Beichte von Tim Mälzer: "In drei Monaten bankrott"!

Hamburg - Das Coronavirus macht zurzeit vor allem Unternehmern und selbstständigen Künstlern zu schaffen. Viele fürchten aufgrund fehlender Einnahmen um ihre Existenz. Vor allem, da ein Ende der Krise bislang noch nicht absehbar ist. 

Auch Fernsehkoch Tim Mälzer fürchtet um seine Existenz. 
Auch Fernsehkoch Tim Mälzer fürchtet um seine Existenz.  © Georg Wendt/dpa

In der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" äußerte sich am Donnerstagabend auch TV-Koch Tim Mälzer zu der aktuellen Situation. Auch ihm drohe eine Insolvenz durch die Krise. 

"Ich habe null Euro Einnahmen, aber 200 Mitarbeiter, die ich weiter finanzieren muss", so der 49-Jährige, der per Video zugeschaltet war. 

"Das kann ich mir noch ungefähr drei Monate leisten, danach bin ich nicht nur unternehmerisch, sondern auch privat bankrott!", beteuerte er. 

Mälzer führt seit Jahren das erfolgreiche Restaurant "Bullerei" auf der Hamburger Schanze. 

Das Deli hat aktuell nur noch von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Speisen und Getränke werden zusätzlich zum Mitnehmen angeboten. Doch das reiche nicht, um alle Kosten zu decken.

"Es gibt das eine Unternehmen, das wird vielleicht auch länger überleben, aber es stehen zwei Unternehmen vor der Schließung", erklärt Mälzer weiter.

Er spreche nun nicht mehr nur als Fernsehkoch, sondern stehe stellvertretend als Unternehmer für seine Kollegen aus der Gastronomie-Branche. 

"Da werden sehr viele der Kosten aus den Einnahmen gedeckt, gerade nach schwachen Monaten wie Januar und Februar. Wenn nicht sehr sehr schnell Finanzhilfen kommen, dann werden in kurzer Zeit viele Läden schließen müssen", betont der 49-Jährige noch einmal und fordert: "Baut ein Rettungspaket für die Löhne in jeder Branche!"

Olaf Scholz, der ebenfalls zugeschaltet wurde, versprach dem Koch Entlastungen durch das angekündigte Förderprogramm. Es richte sich aber weniger an das Lohn-Thema, sondern vor allem an die Mietbelastung der Unternehmen. "Das wird uns sehr viel Geld kosten", so der Bundesfinanzminister. 

Es handle sich schon jetzt um einen mehrstelligen Milliardenbetrag. Scholz hoffe vor allem auch auf eine Entlastung der kleineren Unternehmen. 

Dem Fernsehkoch ist das aber noch nicht genug. "Nehmt uns bestimmte Lasten ab!", fordert Tim Mälzer die Regierung auf. "Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, diese Krise zu überwinden."

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Titelfoto: dpa/Georg Wendt, Screenshot Instagram/bullerei

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