Tochter von Jörg Pilawa an Rheuma erkrankt: So sehr hat sich das Leben der Familie verändert

Hamburg - Es war ein großer Schock! Vor acht Jahren mussten Quiz-Moderator Jörg Pilawa (56) und seine Frau Irina eine schwere Diagnose verkraften.

TV-Moderator Jörg Pilawa (56) ist stolz auf seine Tochter. Seit 2013 leidet Nova an Rheuma. (Archivbild)
TV-Moderator Jörg Pilawa (56) ist stolz auf seine Tochter. Seit 2013 leidet Nova an Rheuma. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Bei ihrer damals zweijährigen Tochter Nova wurde Rheuma festgestellt - eine Krankheit, bei der schmerzhafte Gelenkentzündungen in Schüben immer wieder auftreten.

"Das ist natürlich ein furchtbarer Moment, wenn du morgens deine zweijährige Tochter, die eigentlich eine Frohnatur ist, im Bett liegen hast, wo sie vor Schmerzen weint und nicht mehr aufstehen will", erinnerte sich der 56-Jährige in einem RTL-Interview zurück.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich Pilawa mit dem Thema nicht auseinandergesetzt. "Bis wir selber die Betroffenen waren, dachte ich, dass Rheuma eine Alte-Menschen-Krankheit ist", gab er offen zu.

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Ab diesem Moment änderte sich das Leben der Familie. Die Geschwister mussten hinten anstehen, die Pilawas hatten fortan immer wieder Angst vor dem nächsten Schub. Denn niemand konnte wissen, wann er kommt.

"Ich habe irgendwann für mich klargemacht, dass man einfach die Zeit, wo der Schub nicht da ist, lieben und genießen muss", erklärte der Hamburger.

Kein Wunder, dass sich der TV-Moderator seit der Diagnose für Kinder und Jugendliche, die an Rheuma erkrankt sind, einsetzt. Wie er privat erfahren musste, ist es eben keine Krankheit, die nur bei alten Menschen vorkommt.

Jörg Pilawa rät, Rheuma-Kranke nicht in Watte zu packen

Besonders wichtig sei dabei, die Erkrankten nicht in Watte zu packen. "Weil Schonung eigentlich immer das Schlechteste ist", sagte Pilawa. "Sie müssen in Bewegung kommen. Und sie wollen eben auch ganz normal dazu gehören."

Bei Nova hat sich mittlerweile vieles zum Guten gewendet. Für die inzwischen Zehnjährige konnten Medikamente eingestellt werden, bekommt wöchentlich eine Spritze. Weil das Rheuma zudem früh genug erkannt werden konnte, ist sie sogar symptomfrei. Es besteht auch ein wenig die Hoffnung, dass die Krankheit in der Pubertät komplett verschwindet.

Nichtsdestotrotz ist Pilawa stolz auf seine Tochter. Denn da ist "ein Menschenkind, das diese Krankheit bekommen hat, das sich von nichts aufhalten lassen wird".

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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