Tschentscher kündigt härtere Corona-Maßnahmen für Hamburg an

Hamburg – Hamburg muss sich erneut auf schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einstellen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) will vor allem Ungeimpfte vor einer Ansteckung schützen.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) will vor allem Ungeimpfte vor einer Ansteckung schützen.  © Georg Wendt/dpa

Am Dienstag werde der rot-grüne Senat über weitere Schritte beraten, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) am Montag beim Besuch des Technolgiezentrums Energie-Campus in Bergedorf.

Die Infektionsdynamik müsse gebremst und vor allem Ungeimpfte vor Ansteckung geschützt werden. "Deshalb gehe ich davon aus, dass wir morgen die Lage erörtern und weitere Maßnahmen beschließen. Und ich erwarte auch, dass wir in ganz Deutschland solche weiteren Schritte gehen", sagte der SPD-Politiker.

Konkrete mögliche Maßnahmen nannte er noch nicht.

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"Wir wissen, wie in Sachsen, wie in Bayern die Krankenhäuser überlastet sind. Deswegen muss es vor allem dort, aber auch deutschlandweit jetzt die erforderlichen Maßnahmen geben."

Hamburg wolle "dazu beitragen, dass diese dramatische Situation im Südosten entschärft wird", sagte Tschentscher. Die Hansestadt habe schon sehr frühzeitig auf 2G-Konzepte gesetzt und eine sehr viel bessere Impfquote.

Insofern sei die Entscheidung, die Hamburger Krankenhäuser nun anzuweisen, planbare Operationen zu verschieben, um unter anderem auch Corona-Patienten aus anderen Bundesländern versorgen zu können, "schon bitter".

"Aber dennoch können wir ja nicht die Augen verschließen und müssen helfen. Deshalb hoffe ich sehr, dass das Pflegepersonal, dass die Intensivstationen trotz dieser großen Belastung verstehen, dass wir Patienten aus Bayern aufnehmen müssen." Dies werde wahrscheinlich auch noch in den nächsten Wochen nötig sein.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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