TV-Arzt Dr. Wimmer verrät: "Die dunklen Momente in meinem Leben werden weniger"

Hamburg - Freud und Leid lagen hier ganz dicht beisammen! TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) musste im vergangenen Jahr den Tod seiner erst neun Monate alten Tochter Maxi verkraften.

TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) hält seine Ende August geborene Tochter im Arm.
TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer (38) hält seine Ende August geborene Tochter im Arm.  © Screenshot/Instagram/doktorjohanneswimmer

Die Kleine starb an einem seltenen, bösartigen Gehirntumor. Die Trauer war groß, doch fast neun Monate später überwiegt schon wieder die Freude.

Frau Clara brachte Ende August erneut eine Tochter zur Welt. "Das ist unbeschreiblich", erklärte Wimmer im Gespräch mit RTL-Exclusiv. "Jetzt ist es tatsächlich so, dass sich die beiden Seelen die Klinke in die Hand gegeben haben."

Es sei ein "unglaublich schöner Gedanke", dass das neue Leben entstanden sein muss, kurz bevor Maxi ihre Reise zu den Sternen angetreten hatte.

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Doch eines war dem TV-Arzt auch klar: Seine Tochter soll nicht den Schatten und die Bürde von seiner verstorbenen Schwester tragen.

Daher habe der 38-Jährige sich vorgenommen, "die Trauerarbeit zu machen und an mir zu arbeiten".

Er wolle gemeinsam mit seiner Frau nach vorne schauen. "Das wäre dem Kind sonst nicht gerecht geworden", sagte er.

Dennoch sei ihm bewusst, dass "auf dem Friedhof ein Teil von mir liegt". Und dorthin soll auch der Weg mit seiner neuen Tochter führen. "Sie soll wissen, wer Maxi war. Aber sie muss es nicht tragen."

TV-Arzt versuchte sich und seiner Frau schöne Momente zu schaffen

Tochter Maxi verstarb im Alter von nur neun Monaten an einem seltenen, bösartigen Gehirntumor.
Tochter Maxi verstarb im Alter von nur neun Monaten an einem seltenen, bösartigen Gehirntumor.  © Screenshot/Instagram/doktorjohanneswimmer

Neun Monate nach dem Tod seiner Tochter und wenige Tage nach der Geburt seiner weiteren Tochter geht es dem TV-Arzt nach eigenen Aussagen wieder gut.

Auf Instagram zeigte er bereits einen sehr innigen Moment, als er das neue Glück der Welt vorstellte. Dabei war die Zeit nach dem Abschied von Maxi alles andere als einfach.

Viele Eltern zerbrechen an so einem schlimmen Schicksalsschlag, Wimmer verarbeitete die schweren Momente in einem Buch. Er selbst hatte im Alter von vier Jahren seinen Vater verloren.

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Im Gegensatz zur heutigen Zeit gab es aber weder "Trauerarbeit", noch "eine Betreuung". Keiner habe darüber gesprochen. "Ich erinnere mich, wie alle mit glasigen Augen an Weihnachten um den Baum saßen", sagte er. Da habe er sich gesagt, dass er das nicht noch einmal erleben möchte.

Gemeinsam mit seiner Frau und seiner Familie habe man entschieden, darüber zu sprechen und Menschen zu finden, denen man gegenüber sein kann und die einen nicht so bemitleiden. "Das hilft einem überhaupt nicht", stellte Wimmer klar.

Er selbst habe versucht, auch nach der schlimmen Diagnose für sich und seine Frau immer wieder schöne Momente zu schaffen. Sei es ein gemeinsames Abendessen oder ein Spaziergang.

Wimmer erinnert sich bei Bildern an die schönen Momente mit seiner Tochter

Nach dem traurigen Tod von Maxi kamen immer wieder "dunkle Momente", wenn Wimmer Bilder anschaute. Doch sind sie weniger geworden. Mittlerweile "schaue ich das Foto an und erinnere mich an die schönen Momente".

Wichtig sei dafür zu verstehen, dass "das Licht am Ende des Tunnels nicht der entgegenkommende Zug ist, sondern der Ausgang", machte Wimmer klar.

Denn eines habe er mit der Zeit verstanden: "Für mich ist Trauer ein Zeitraum, der auch ein Ende haben darf."

Titelfoto: Fotomontage: Screenshots/Instagram/doktorjohanneswimmer

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