Veranstalter und Corona: So kämpft sich das Hamburger Dungeon durch die Krise

Hamburg - Corona macht nicht nur den Einzelhändlern weltweit schwer zu schaffen. Veranstalter, Theater und Museen mussten sich neue Konzepte einfallen lassen, um trotz Hygiene-Regeln weiter arbeiten zu können. Auch das Hamburger Dungeon musste sich dieser Herausforderung stellen.

Britta Englisch (Marketing und PR) im TAG24-Interview.
Britta Englisch (Marketing und PR) im TAG24-Interview.  © TAG24

"Bleibt besser nah zusammen, man weiß nie, was hinter der nächsten Ecke ist!" So wurden bis vor Kurzem noch alle mutigen Besucher des Dungeons in Hamburg zur Führung begrüßt.

Diese Zeiten sind vorbei. Heute heißt es: "Haltet lieber Abstand, man weiß nie, was der andere in der Tasche hat", so Britta Englisch, Marketing und PR des Gruselkabinetts, "Oder eben im Taschentuch", scherzt sie weiter. 

Was genau geändert wurde, damit sich Gäste nicht nur vor Corona, sondern auch den düsteren Zeiten der Hamburger Geschichte gruseln können, erzählte Britta Englisch im TAG24-Interview

Einiges. So kann man es wohl zusammenfassen. Schließlich lebt das Hamburger Dungeon eigentlich davon, dass Menschen in größeren Gruppen die Gewölbe betreten, von den Schauspielern berührt werden und sich gemeinsam gruseln. 

Vor allem die Details machten den Besuch in die Vergangenheit dann zu etwas Besonderem. "Gern hat man auch Folterinstrumente an den Gästen präsentiert." 

Diese Zeiten sind erstmal vorbei. Stattdessen kommt für den Zweck eine Silikonleiche zum Einsatz.

Abstand halten und Maske auf

Die Show beginnt.
Die Show beginnt.  © Hamburger Dangeon

Abstands- und sogenannte Bühnenregeln müssen jetzt eingehalten werden. Das heißt, Schauspieler müssen mindestens 2,5 Meter Abstand zum Publikum halten. 

Auf so engem Raum wie im Dungeon kaum möglich, mag man denken. Aber: "Alle Shows wurden umgeschrieben, sodass sie funktionieren können", versicherte Britta Englisch.

Die Schauspieler stehen jetzt zum Teil auf Kästen. Zusätzlich wurden auch noch die Bühnen erweitert.

Die Tageskasse bleibt zurzeit geschlossen. Tickets gibt es nur noch online. Maskenpflicht gilt ab der Rampe, also dem Eingang. Durch das komplette Dungeon ziehen sich Abstandshalter und Markierungen. 

Natürlich wurden auch die Gruppengrößen extrem dezimiert. Von 36 Personen auf gerade einmal zehn! So sei garantiert, dass zwischen zwei Personen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Der ehemalige Fotopoint, ein Pranger, darf zurzeit nicht mehr für Erinnerungsfotos genutzt werden.

Stattdessen finden dort die Einweisung statt. Abstand, Desinfizieren, Maske auf.

Britta Englisch im Interview

Das Hamburger Dungeon

Eine Schauspielerin in Aktion.
Eine Schauspielerin in Aktion.  © Hamburger Dangeon

Im Hamburger Dungeon werden Besucher durch 600 Jahre Stadtgeschichte geführt - also durch schaurige Zeiten. 

Liveshows, wahre Geschichten über unfassbare Verbrechen und ein Indoor-Freifallturm sollen den Besuch zu einem, im wahrsten Sinne des Wortes, fürchterlichen Erlebnis machen. 

Ein Tipp des Veranstalters: "Pack' lieber noch 'ne neue Unnerbüx ein..."

Titelfoto: Hamburger Dangeon, TAG24

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