Verfassungsschutz warnt: Scientology will Holocaust-Gedenktag missbrauchen

Hamburg - Die als extremistisch eingestufte Scientology-Organisation (SO) will nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes den Holocaust-Gedenktag für eigene Zwecke missbrauchen.

Das Gebäude von Scientology steht in der Hamburger Innenstadt. (Archivbild)
Das Gebäude von Scientology steht in der Hamburger Innenstadt. (Archivbild)  © Axel Heimken/dpa

Die unter Beobachtung stehende Organisation versuche, den 27. Januar für ihre "Propaganda zu instrumentalisieren", teilte das Hamburger Landesamt am Dienstag mit. So habe die SO-Tarnorganisation "Kommission für die Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte" eine Kundgebung am Hauptbahnhof angemeldet.

Die Kommission betreibe seit Jahren "Hetzkampagnen unter anderem gegen die Berufsstände der Psychiatrie und Pharmakologie", denen sie unter pseudowissenschaftlicher Argumentation eine angebliche Mitverantwortung für die Massenmorde während der Nazi-Herrschaft unterstelle, hieß es.

Scientology versuche immer wieder, über Tarnorganisationen "in verschiedensten gesellschaftlichen Themenfeldern aktiv zu sein – letztendlich immer mit dem Ziel, neue Anhänger zu gewinnen und politisch, sozial, kulturell sowie wirtschaftlich Einfluss zu erlangen", so der Verfassungsschutz weiter.

Erklärtes Ziel sei es, eine sogenannte "scientologische Zivilisation" zu errichten. In Hamburg wurden der Organisation Ende 2019 circa 300 Anhänger zugerechnet.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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