Warnstreiks: Beamte legen in zahlreichen Behörden die Arbeit nieder

Hamburg - Menschen in Hamburg müssen sich am Dienstag wegen des Tarifstreits im öffentlichen Dienst der Länder auf Einschränkungen bei Behörden einstellen.

Auch Polizisten sind von der Deutschen Polizeigewerkschaft im dbb zum Warnstreik aufgerufen worden. (Symbolbild)
Auch Polizisten sind von der Deutschen Polizeigewerkschaft im dbb zum Warnstreik aufgerufen worden. (Symbolbild)  © Bodo Marks/dpa

Der Beamtenbund dbb hat bis Mittwochfrüh einen Warnstreik angekündigt, der die Arbeit von Behörden lahmlegen oder zumindest einschränken soll.

Betroffen sind demnach zahlreiche Bezirks-, Finanz- und Ortsämter, Zulassungsstellen und Gerichte sowie Bauhöfe und das telefonische Servicecenter der Stadt.

Auch Polizisten sind von der Deutschen Polizeigewerkschaft im dbb zum Warnstreik aufgerufen worden. Wegen einer Demonstration in der Innenstadt ist nach dbb-Angaben zudem mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

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Der Warnstreik sollte am Montag um 18 Uhr beginnen und bis Mittwoch 6 Uhr dauern. An einer Kundgebung auf der Willy-Brandt-Straße in Höhe Domstraße sollen Dienstagmittag fast 1000 Menschen teilnehmen. Autofahrer sind in der Zeit von 10 bis 15 Uhr dazu aufgerufen, die Innenstadt zu meiden.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit mehr als eine Million Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr.

Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), vertreten durch den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers (57, CDU), hatte die Forderungen nach der zweiten Verhandlungsrunde Anfang November als unrealistisch zurückgewiesen.

Ende November soll in dritter Runde weiterverhandelt werden.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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