Asylbewerber muss nach Geiselnahme und Messer-Angriff in Haft

Hechingen - Im Prozess um den Angriff auf eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde des Sigmaringer Landratsamts ist der Angeklagte am Montag zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Hechingen zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Der Angeklagte wurde vom Landgericht Hechingen zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.  © Patrick Seeger/dpa

Laut Urteil des Landgerichts Hechingen hat sich der 28-Jährige der Geiselnahme in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte schuldig gemacht.

Der Asylbewerber aus Nigeria soll die Frau Anfang Juni in den Schwitzkasten genommen und ihr ein Küchenmesser an den Hals gehalten haben. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und überwältigte den Mann.

Bei der Festnahme soll er zudem zwei Polizeibeamte mit Füßen getreten haben. Den Ermittlungen zufolge hatte der 28-Jährige wegen einer abgelehnten Arbeitserlaubnis im Ausländeramt randaliert.

Die Kammer ging bei ihrem Urteil von einer eingeschränkten Steuerungsfähigkeit des Mannes zur Tatzeit aus, da er einem psychiatrischen Sachverständigen zufolge unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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