Wegen Blumen-Graffitis: 33-Jähriger muss erneut ins Gefängnis!

Augsburg - Ein als Blumenmaler bekannt gewordener Graffiti-Künstler ist am Donnerstag in Augsburg erneut zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Neben dem Rathaus von Augsburg ist eine Graffiti-Blume zu sehen. Die Augsburgblume wurde überregional bekannt. Der Graffitikünstler muss sich nun am 19.11.2020 erneut wegen Sachbeschädigung durch Graffitis vor Gericht verantworten.
Neben dem Rathaus von Augsburg ist eine Graffiti-Blume zu sehen. Die Augsburgblume wurde überregional bekannt. Der Graffitikünstler muss sich nun am 19.11.2020 erneut wegen Sachbeschädigung durch Graffitis vor Gericht verantworten.  © picture alliance / Stefan Puchner/dpa

Der 33-Jährige erhielt vom Amtsgericht Augsburg eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten wegen Sachbeschädigung, nachdem er erneut mehr als 30 Graffitis an fremdes Eigentum gemalt hatte.

Die Taten hatte er gestanden. Vor etwa einem Jahrzehnt hatte er im Raum Augsburg Hunderte Blumen an Wände und Gegenstände gesprüht und war dadurch als Schöpfer der sogenannten Augsburgblume überregional bekannt geworden.

In die neue Strafe wurde eine bereits rechtskräftige Verurteilung des Mannes vom Amtsgericht im oberfränkischen Coburg eingerechnet, wo er zuletzt mit einem Mittäter einen Zug besprüht hatte. Zuvor hatte er bereits in Augsburg zwei Bewährungsstrafen bekommen.

"Bewährung kommt nicht infrage", betonte Amtsrichterin Susanne Scheiwiller angesichts der Vorstrafen des 33-Jährigen im aktuellen Verfahren.

Wegen der früheren Verurteilungen sitzt der Angeklagte bereits seit Sommer in der Augsburger Justizvollzugsanstalt. Nach der erneuten Haftstrafe wird er insgesamt voraussichtlich eineinhalb bis zwei Jahre im Gefängnis bleiben müssen, ehe eine Aussetzung der Reststrafe in Frage kommt.

Titelfoto: picture alliance / Stefan Puchner/dpa

Mehr zum Thema Justiz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0