Ups! Jura-Studentin "parkte" Papas BMW auf der Treppe

Bautzen (Sachsen) - Die Idee war richtig. Die Ausführung völlig falsch.

Jura-Studentin Marta B. (23) kämpfte am Amtsgericht Bautzen um ihren Führerschein.
Jura-Studentin Marta B. (23) kämpfte am Amtsgericht Bautzen um ihren Führerschein.  © Peter Schulze

Marta B. (23) wollte im BMW vom Markt in Sohland (bei Bautzen) auf die angrenzende gleichnamige Straße fahren. 

Allerdings übersah die Jura-Studentin aus Polen, dass es sich dabei eher um den "Ausgang" denn um die "Ausfahrt" handelte. Und so blieb der Wagen auf einer Treppe hängen - und Marta saß nun auf der Anklagebank in Bautzen.

Da staunten die Zivilbeamten der Kfz-Fahndungsgruppe nicht schlecht. Als sie im Juni nächtens in Sohland auf Patrouille waren, "hing" der BMW auf der Treppe. "Die Frau sagte, sie hätte schon Hilfe in der Heimat angefordert", so ein Polizist. 

Warum Marta, die seinerzeit mit einer Freundin unterwegs war, die Treppe womöglich übersah, schwante einem Beamten, als ihm eine Alkoholfahne entgegenschlug. Marta hatte mit 1,4 Promille den BMW ihres Papas "aufgesetzt".

Dafür sollte sie per Strafbefehl 2250 Euro Strafe zahlen und darf in Deutschland zehn Monate nicht Auto fahren. 

Dagegen ging sie in Widerspruch, saß nun vor Amtsrichter Dirk Hertle (57). Der sagte ihr, nachdem er den Polizei-Zeugen gehört hatte: "Es wird wohl nicht besser." Daraufhin zog die Studentin ihren Einspruch zurück, zahlt die Strafe. 

So entdeckte die zivile Polizeistreife den BMW "geparkt" in Sohland.
So entdeckte die zivile Polizeistreife den BMW "geparkt" in Sohland.  © Repro: Peter Schulze

Immerhin sicherte ihr die Justiz zu, dass sie ihren Führerschein, mit dem sie durchaus in Polen fahren darf, so schnell als möglich zurückbekommt.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Schulze

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