Betrüger erbeuten 90.000 Euro mit Schockanruf, Polizei verhindert sogar noch Schlimmeres

Würzburg - 90.000 Euro in Bargeld und Goldbarren haben Betrüger in Unterfranken erbeutet.

Eine der angerufenen Frauen wurde um 30.000 Euro betrogen, eine weitere sogar um 60.000 Euro!
Eine der angerufenen Frauen wurde um 30.000 Euro betrogen, eine weitere sogar um 60.000 Euro!  © dpa/Karl-Kosef Hildenbrand

Unbekannte hatten sich am Freitag in mehreren Fällen am Telefon bei den Opfern als Staatsbedienstete ausgegeben und Geld oder Wertgegenstände als Kaution für Verwandte in einem vermeintlichen Strafverfahren gefordert, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Ob die Straftaten von denselben Tätern begangen wurden, ist bisher nicht bekannt.

So hatten die Betrüger einer 61-Jährigen am Morgen des gestrigen Freitags vorgegaukelt, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall gehabt, bei dem ein Mensch gestorben sei.

Millionensumme in den Wind geschossen: "Venedig Amerikas" fällt auf Betrüger herein
Betrugsfälle Millionensumme in den Wind geschossen: "Venedig Amerikas" fällt auf Betrüger herein

Sie forderten laut Polizei mehrere Zehntausend Euro. Die Frau hob daraufhin 30.000 Euro von ihrem Sparbuch ab, die sie an einen Unbekannten übergab. Erst als sich ihre Tochter bei ihr meldete, erkannte sie den Betrug.

Goldbarren im Wert von sogar 60.000 Euro übergab laut der Polizei eine weitere Frau wenige Stunden später an einen ihr Unbekannten.

Sie war auf die gleiche Betrugsmasche hereingefallen. Den Betrug erkannte auch sie erst, nachdem der Mann mit den Goldbarren geflohen war.

Wenige Minuten später hätte der 51-Jährige seine 45.000 Euro übergeben

Gerade noch rechtzeitig hat die Polizei einen weiteren Betrug verhindert: Ein 51-Jähriger aus dem Landkreis Schweinfurt hob 45.000 Euro ab, um sie angeblichen Staatsbediensteten zu übergeben. Eine Verwandte benachrichtigte die Polizei.

Da der Übergabeort nicht bekannt war, wurde nach dem 51-Jährigen gefahndet. Auf einem Rastplatz sei er angetroffen und über den Betrug aufgeklärt worden. Wenige Minuten später hätte er das Geld laut Polizei übergeben.

Titelfoto: dpa/Karl-Kosef Hildenbrand

Mehr zum Thema Betrugsfälle: