Fast 700 Fälle: Polizei warnt vor WhatsApp-Betrug im Norden

Hamburg - Immer mehr Menschen im Norden fallen auf falsche WhatsApp-Nachrichten rein und überweisen deshalb Betrügern viel Geld. Allein bis Juni dieses Jahres sind fast 700 Fälle gemeldet worden, wie die Polizei am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Die Hamburger Polizei hat am Dienstag vor betrügerischen WhatsApp-Nachrichten gewarnt. Bis Juni wurden bereits fast 700 Fälle gemeldet. (Symbolfoto)
Die Hamburger Polizei hat am Dienstag vor betrügerischen WhatsApp-Nachrichten gewarnt. Bis Juni wurden bereits fast 700 Fälle gemeldet. (Symbolfoto)  © 123RF/Sharaf Maksumov

Dabei sei ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro entstanden. In der Regel geben sich die Betrüger über den Nachrichtendienst als nahe Verwandte oder Freunde aus, die ihr Handy verloren haben und nun dringend Hilfe und Geld brauchen.

Sie bitten dann beispielsweise um die Zahlung einer Rechnung, weil das eigene Online-Banking auf dem neuen Handy noch nicht funktioniere - und damit ist das Geld meist weg.

Um auf diese miese Masche nicht hereinzufallen, rät die Polizei zu einem direkten Kontakt des betroffenen Verwandten oder Bekannten auf anderen, altbekannten Wegen.

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"Überweisen Sie nichts, bevor Sie nicht mit Ihrem Angehörigen oder Freund gesprochen haben", so der eindringliche Tipp der Polizei. Unbekannte und verdächtige Nummern sollten zudem blockiert werden.

Wer bereits fälschlicherweise Geld überwiesen hat, sollte schnell seine Bank darüber informieren und die Überweisung so vielleicht noch stoppen.

Und zu guter Letzt sollten die Betroffenen unbedingt Anzeige erstatten und darüber reden. "Informieren Sie Bekannte, Verwandte und Freunde über die Masche", so die Polizei dazu.

Titelfoto: 123RF/Sharaf Maksumov

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