Bluttat aus Eifersucht: Täter muss lebenslang in Haft!

Itzehoe - Für die Tötung des neuen Freundes seiner Ex-Frau muss ein 33-jähriger Mann aus Elmshorn (Kreis Pinneberg) lebenslang in Haft.

Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. In Itzehoe ist ein 33-Jähriger wegen heimtückischen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Symbolbild)
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. In Itzehoe ist ein 33-Jähriger wegen heimtückischen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (Symbolbild)  © Axel Heimken/dpa

Das Landgericht Itzehoe sprach den Angeklagten am Freitag des heimtückischen Mordes schuldig.

Demnach erschlug der in Russland geborene Deutsche am Morgen des 23. September vergangenen Jahres im Hainholz-Park in Elmshorn den Lebensgefährten seiner Ex-Frau mit einer Eisenstange.

Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. Das 32 Jahre alte Opfer starb fünf Tage später an schwersten Hirnverletzungen in der Hamburger Uniklinik.

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Die 6. große Strafkammer folgte mit dem Urteil dem Antrag der Staatsanwältin, verneinte aber - ebenso wie die Anklägerin - eine besondere Schwere der Schuld. Das hätte eine Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren Haft unmöglich gemacht. Die Verteidigung will Revision prüfen.

Einem psychiatrischen Gutachten zufolge war der Angeklagte zur Tatzeit voll schuldfähig. Der Mann hatte das Verbrechen kurz vor den Plädoyers gestanden.

In einer von der Verteidigung verlesenen Erklärung berief er sich aber auf Erinnerungslücken und erklärte, er habe das Opfer nicht töten wollen.

Nach Angaben der Verteidigung litt der Angeklagte stark unter der Trennung von seiner Ehefrau und seinen Kindern und habe immer noch auf eine Versöhnung gehofft. Die Staatsanwältin sah Eifersucht als Tatmotiv.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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