Brutaler Raubmord an Rentnerin: Drogenabhängigem droht lebenslange Haft

Wuppertal - Nach dem mutmaßlichen Raubmord an einer Solinger Seniorin (76) muss sich ein 47 Jahre alte Drogenabhängiger von diesem Montag an in Wuppertal vor Gericht verantworten.

Am Wuppertaler Landgericht muss sich ab Montag ein Drogenabhängiger (47) verantworten, nachdem er einen mutmaßlichen Raubmord an einer Seniorin (76) begannen hatte (Archivbild).
Am Wuppertaler Landgericht muss sich ab Montag ein Drogenabhängiger (47) verantworten, nachdem er einen mutmaßlichen Raubmord an einer Seniorin (76) begannen hatte (Archivbild).  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Er soll die 76-Jährige erschlagen haben, als sie ihn beim Einbruch in ihr Haus überraschte.

Die Leiche der allein lebenden Frau war in ihrer durchwühlten Wohnung entdeckt worden. Mit einem kantigen Gegenstand soll der Angeklagte mindestens elf Mal auf den Kopf der Solingerin eingeschlagen haben.

Der 47-Jährige ist wegen Eigentums- und Drogendelikten vorbestraft, saß mehrmals hinter Gittern.

Die Anklage geht davon aus, dass er mit der Beute aus der Tat - mehreren Schmuckstücken - seine Drogensucht finanzieren wollte. Das Opfer wohnte in einer idyllischen Hofschaft in Solingen, wo die Tat für Entsetzen gesorgt hatte.

Angehörige hatten die Leiche der Rentnerin im blutverschmierten Eingangsbereich ihres Hauses gefunden. Sie wies schwere Kopfverletzungen auf.

Die Mordkommission "Schnittert", benannt nach der Straße, in der das Verbrechen geschah, hatte die Tat nach gut einem Monat aufklären können und den Verdächtigen präsentiert.

Das Wuppertaler Landgericht hat für den Fall insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Dem 47-Jährigen droht lebenslange Haft.

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

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