Über 71 Millionen Euro ergaunert: Busunternehmern wird der Prozess gemacht

Augsburg - Über 71 Millionen Euro sollen Busunternehmen mit illegalen Preisabsprachen kassiert haben. Ab Dienstag (13.30 Uhr) müssen sich acht Personen deswegen vor dem Augsburger Landgericht verantworten.

Vor dem Augsburger Landgericht müssen sich acht Busunternehmer verantworten. (Symbolbild)
Vor dem Augsburger Landgericht müssen sich acht Busunternehmer verantworten. (Symbolbild)  © Volker Hartmann/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft den Geschäftsführern vor, bei Ausschreibungen von Aufträgen für den öffentlichen Nahverkehr in Schwaben den freien Wettbewerb ausgebremst zu haben. 

Die Unternehmen sollen dadurch rund 71,5 Millionen Euro kassiert haben. Bis März 2021 sind zunächst 18 weitere Verhandlungstage geplant, wie das Gericht mitteilte.

In dem Prozess geht es um Fälle aus den Jahren 2015 bis 2017. Sieben Männer und eine Frau sind angeklagt. 

Den Anbietern soll es darum gegangen sein, sich eine marktbeherrschende Stellung in der Region zu sichern.

Das mutmaßliche Kartell flog auf, nachdem Mitte 2015 ein anonymer Hinweis beim Bundeskartellamt einging. Von dem Buskartell soll insbesondere der kommunale Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) geprellt worden sein.

Titelfoto: Volker Hartmann/dpa

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