24-Jähriger in Meißen niedergestochen: Anklage gegen 37-Jährigen erhoben

Dresden/Meißen - Nach der lebensgefährlichen Messerattacke in Meißen Mitte Oktober des vergangenen Jahres wird nun Anklage erhoben.

Vor diesem Hauseingang stach der 37-jährige Angeklagte auf seinen 24-jährigen Kontrahenten ein.
Vor diesem Hauseingang stach der 37-jährige Angeklagte auf seinen 24-jährigen Kontrahenten ein.  © Kevin Müller

Wie die Staatsanwaltschaft am heutigen Dienstagvormittag mitteilte, befindet sich der 37-jährige Beschuldigte des Vorfalls seit dem Tatabend in Untersuchungshaft.

Ihm wird zur Last gelegt, am 17. Oktober gegen 22.15 Uhr vor einem Wohnhaus auf der Fellbacher Straße in Meißen einen 24-Jährigen so mit dem Messer angegriffen zu haben, dass er fast gestorben wäre. Nur eine Notoperation rettete dem jungen Mann das Leben. Der Deutsche stach laut Staatsanwaltschaft mehrfach in den Brustkorb seines Opfers.

Dass er jetzt "nur" wegen gefährlicher Körperverletzung und nicht wegen versuchten Mordes angeklagt wird, liege daran, dass er wohl erkannte, dass er seinen Kontrahenten hätte töten können, ihn dann aber aktiv rettete.

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Vor dem Messerangriff gab es wohl einen Streit zwischen den beiden Männern. Worum es dabei ging, erklärte der Beschuldigte nicht. Überhaupt soll er sich nicht zur Tat geäußert haben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Einschlägig vorbestraft soll der 37-Jährige nicht sein.

Das Landgericht Dresden entscheidet nun über Zulassung des Verfahrens und wird einen Termin zur Verhandlung bestimmen.

Titelfoto: Kevin Müller

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