29-Jähriger droht sächsischem Bürgermeister auf WhatsApp mit dem Tod

Dresden/Dippoldiswalde - Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 29-Jährigen, der einem Bürgermeister auf WhatsApp mit dem Tod drohte. Der Prozess soll schon bald beginnen.

Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (67, Freie Wähler) gehöre erschossen, hieß es in einem WhatsApp-Status. Gegen den Verfasser dieser Drohung soll bald der Prozess beginnen.
Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (67, Freie Wähler) gehöre erschossen, hieß es in einem WhatsApp-Status. Gegen den Verfasser dieser Drohung soll bald der Prozess beginnen.  © Holm Helis

Am 12. Dezember gegen 15 Uhr soll der Mann einen Screenshot eines Facebook-Kommentars von Thomas Kirsten (67, Freie Wähler), dem Bürgermeister von Altenberg (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), gepostet haben - dazu schrieb der 29-Jährige, dass Kirsten "erschossen gehöre". Das teilte die Staatsanwaltschaft am heutigen Montag mit.

Es kam, wie es kommen musste: Der Status wurde von einem Bekannten abgerufen, der einen Screenshot von der Drohung machte und diesen zur Information an den Bürgermeister sendete.

Kirsten nahm die Bedrohung daraufhin sehr ernst, wie es hieß, und schaltete die Behörden ein.

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Zur Stadtratssitzung am 14. Dezember erschien der Stadtchef bereits mit Polizeischutz sowie drei zusätzlichen Sicherheitskräften, wie die Sächsische Zeitung berichtete.

Die Staatsanwaltschaft will nun in einem beschleunigten Verfahren gegen den Beschuldigten verhandeln lassen. Das Gericht in Dippoldiswalde wird darüber entscheiden.

Der Tatverdächtige streitet den Vorwurf bisher ab. Der 29-jährige Deutsche sei strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten.

Titelfoto: Holm Helis

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