Justiz greift durch: So teuer wird's für Masken-Sünder

Dresden - Am Freitag endet in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen. Während der Mund-Nasen-Schutz damit weiter aus dem Alltag verschwindet, müssen sich die Gerichte wohl noch eine ganze Weile damit beschäftigen. Allein bei Richter Jochen Meißner am Dresdner Amtsgericht standen Donnerstag vier Verfahren gegen Maskenmuffel auf der Tagesordnung.

Dresdens Richter müssen sich immer wieder mit Maskenmuffeln beschäftigen, die ihr Bußgeld nicht akzeptieren.
Dresdens Richter müssen sich immer wieder mit Maskenmuffeln beschäftigen, die ihr Bußgeld nicht akzeptieren.  © Franz Maler

Zwei Corona-Sünder hatten Widerspruch gegen Bußgeldbescheide eingelegt, tauchten aber gar nicht erst zur Verhandlung auf - bezahlen müssen sie trotzdem: Claudia Z. (42) 60 sowie 150 Euro für ihre beiden Verstöße im Oktober und Dezember 2020.

Jan W. (37), der an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Januar erwischt wurde, muss die fälligen 60 sowie 120 Euro zahlen. Hinzu kommen die Kosten der Verfahren.

Eine weitere Dame, die 80-jährige Monika K., zog ihren Einspruch kurzfristig zurück. Sie muss die 150 Euro damit ebenso zahlen.

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Werden Maskenmuffel mehrfach erwischt, kann die Strafe bei jedem weiteren Verstoß verdoppelt werden - bis zur Grenze von 25.000 Euro!

Richard W. kam und beteuerte vor Gericht seine Unschuld. Er erklärte, bei dem Vorfall Anfang Dezember ein schwarzes Tuch getragen zu haben, das zumindest über den Mund reichte. Die 60 Euro will er nicht zahlen. Weil Aussage gegen Aussage steht, müssen nun noch zwei Polizisten in den Zeugenstand.

Im Alltag braucht man die Masken immer weniger.
Im Alltag braucht man die Masken immer weniger.  © imago images/Chromorange

Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben der Stadt knapp 7600 Verstöße gegen Corona-Regeln angezeigt, davon fast 1300 Bußgeldverfahren gegen Maskenmuffel.

Titelfoto: Franz Maler

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