Ermittlungen gegen Clan-Familie: Sozialbetrug noch größer als vorerst angenommen

Düsseldorf – Das Ausmaß des mutmaßlichen Sozialbetrugs im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Angehörige des Al-Z.-Clans ist offenbar noch größer als bislang bekannt.

Spezialkräfte der Polizei durchsuchten mehrere Objekte in Nordrhein-Westfalen.
Spezialkräfte der Polizei durchsuchten mehrere Objekte in Nordrhein-Westfalen.  © Marcel Kusch/dpa

Es gehe um über eine Million Euro, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags.

Davon sollen 430.000 Euro auf die vier am Dienstag festgenommenen Familienmitglieder entfallen und der Rest auf weitere der insgesamt 30 Beschuldigten des Verfahrens.

Bei der Großrazzia gegen die Clan-Familie aus Leverkusen und die weiteren Beschuldigten hatten die Ermittler am Dienstag Bargeld und Sachwerte in Höhe von rund 600.000 Euro sichergestellt. Zudem wurde die Villa beschlagnahmt, in der die Familie lebte.

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Der 46-jährige Hauptbeschuldigte war in Duisburg festgenommen worden. Bei ihm soll es sich um einen Schlichter des weit verzweigten Clans handeln.

Ein Polizeipanzer hatte das Tor zum Leverkusener Anwesen der Familie durchbrochen und eine Spezialeinheit die Haustür aufgesprengt.

Insgesamt rund 600 Polizisten waren an der Aktion in 15 NRW-Städten beteiligt.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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