Banner-Skandal geht weiter: Hansa-Rostock-Fans attackieren Angehörige der Bundeswehr

Rostock/Hamburg - Nachdem Zuschauer bei einem Heimspiel des FC Hansa Rostock am Sonntag ein pietätloses Banner gezeigt hatten, wurde nun noch die Attacke auf eine Angehörige der Bundeswehr am Rostocker Hauptbahnhof bekannt.

Einige Rostocker Fans hatten am Sonntag mit einem geschmacklosen Banner für Aufsehen gesorgt.
Einige Rostocker Fans hatten am Sonntag mit einem geschmacklosen Banner für Aufsehen gesorgt.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte, habe sich der Vorfall bereits am Vormittag ereignet.

Demnach war die Frau auf der Reise zu einer Kaserne und trug dabei eine Uniform. Sie sei mit einer Familienangehörigen in Richtung der Bahnsteige 3-7 unterwegs gewesen, als sie von einer größeren Gruppe Hansa Fans angesprochen wurde.

Ein Mann sei dabei mit erhobenen Händen auf sie zugekommen, habe sie zunächst verbal beleidigt und ihr anschließend ins Gesicht gespuckt.

Er erleichterte einen 69-Jährigen um mehrere Tausend Euro: Wer kennt diesen Mann?
Fahndung Er erleichterte einen 69-Jährigen um mehrere Tausend Euro: Wer kennt diesen Mann?

Die Bundespolizei in Rostock hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen den unbekannten Täter aufgenommen, hieß es.

Die Beamten bitten die Bevölkerung auch um Mithilfe, um den Fall aufzuklären und fragen: Wer hat das Geschehen am Sonntag gegen 11 Uhr am Rostocker Bahnhof beobachtet oder weiß, um wen es sich bei dem unbekannten Mann handelt?

Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 0381/2083 -1111, unter der Hotline 0800/6888000 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

FC Hansa Rostock distanziert sich von Verantwortlichen

Rostock-Fans zeigten das Banner beim Spiel gegen den SV Sandhausen auf der Südtribüne.
Rostock-Fans zeigten das Banner beim Spiel gegen den SV Sandhausen auf der Südtribüne.  © IMAGO /Fotostand

Während der Partie gegen den SV Sandhausen (1:1) hatten einige Zuschauer auf der Südtribüne ein Banner mit der Aufschrift "Einer weniger, ACAB!" in die Höhe gehalten.

Damit bezogen sie sich vermutlich auf den tragischen Tod eines jungen Polizisten aus Hamburg. Der 24-Jährige war nach einer körperlich belastenden Übung während der Basisausbildung verstorben.

"Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freunden sowie den Kolleginnen und Kollegen der Polizei Hamburg", hatte das Innenministerium am Freitag in Magdeburg mitgeteilt.

Mann (27) lernt "Leonie" im Internet kennen, dann wird er zu Hause überfallen: 17-Jährige stellt sich
Fahndung Mann (27) lernt "Leonie" im Internet kennen, dann wird er zu Hause überfallen: 17-Jährige stellt sich

Der Verein distanzierte sich inzwischen von den Worten, die im Stadion zu lesen waren. "Der F.C. Hansa Rostock möchte sich in aller Form bei den Angehörigen des Verstorbenen und der gesamten Polizei für diese moralisch in keiner Weise vertretbare Aktion entschuldigen", hieß es.

Auch die Hamburger Polizei reagierte auf die Aktion und kommentierte bei Twitter: "Wir sind entsetzt von so viel Niedertracht und Pietätlosigkeit."

Titelfoto: IMAGO /Fotostand

Mehr zum Thema Fahndung: