Nach wochenlanger Fahndung: Polizei verhaftet Ruben F. (27), doch etwas Wichtiges fehlt

Hamburg - Nach einer wochenlangen Fahndung wurde vor wenigen Tagen der gesuchte 27-jährige Ruben F. in Hamburg festgenommen (TAG24 berichtete).

Die Polizei rückte Anfang Dezember zu einem Großeinsatz am Hopfenmarkt aus.
Die Polizei rückte Anfang Dezember zu einem Großeinsatz am Hopfenmarkt aus.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Der junge Mann wird verdächtigt, am 10. Dezember 2020 ein Familienmitglied in dessen Büro in der Hamburger Altstadt überfallen zu haben. Verletzt wurde bei dem Vorfall zwar niemand, doch der Verdächtige soll bei dem Überfall zwei Schusswaffen erbeutet haben (TAG24 berichtete).

Nachdem das Gebäude durchsucht worden war, leitete die Polizei eine Sofortfahndung mit rund 40 Streifenwagen rund um den Hopfenmarkt ein, wo der Mann zunächst vermutet wurde. Doch der Tatverdächtige konnte vorerst vom Tatort flüchten.

In der Nacht zu Sonntag wurde der 27-Jährige dann aber endlich festgenommen. Zeugen hatten ihn an einer psychiatrischen Einrichtung im Hamburger Stadtteil Harvestehude wiedererkannt und der Polizei gemeldet.

Der Verdächtige wurde bereits einem zuständigen Haftrichter zugeführt.

Vergaß Ruben F. die Waffe in der U-Bahn?

Der 27-Jährige wurde wochenlang von der Polizei gesucht.
Der 27-Jährige wurde wochenlang von der Polizei gesucht.  © Polizei Hamburg

Wie die Polizei am Dienstag weiter mitteilte, wurden bei dem Zugriff auch eine Schusswaffe und ein Messer bei dem Gesuchten sichergestellt.

Die Waffe konnte offenbar dem Überfall zugeordnet werden. Die zweite erbeutete Schusswaffe sei allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wieder aufgetaucht.

Es handle sich dabei um eine Doppelbockflinte des Herstellers Blaser, Modell F3 Attache, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach den bisherigen Erkenntnissen könnte die Waffe auf der Flucht des jungen Mannes in einer S- oder U-Bahn zurückgelassen worden sein, möglicherweise wurde sie auch in mehrere Einzelteile zerlegt und in eine Jacke gewickelt.

Die Polizei bittet nun Zeugen, die Hinweise auf den Verbleib der gefährlichen Waffe geben können, sich dringend unter der Telefonnummer 040/4286-56789, beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

Titelfoto: Polizei Hamburg, Daniel Bockwoldt/dpa (Bildmontage)

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