Polizist auf Demo gegen Corona-Maßnahmen brutal attackiert

Berlin - Mehrere Tausend Menschen gingen in Berlin-Mitte am 18. November vergangenen Jahres auf die Straße, um gegen die Anpassung des Infektionsschutzgesetzes zu demonstrieren. Eine aufgeheizte Stimmung von Beginn an. Die Bilanz: 365 Festnahm und zehn verletzte Polizisten.

Die Polizei suchte mit diesen Bildern nach dem Mann.
Die Polizei suchte mit diesen Bildern nach dem Mann.  © Polizei Berlin

Rund sechs Monate nach der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen fahndet die Polizei nun nach einem Unbekannten, der einen der Beamten angegriffen haben soll.

Demnach soll er gegen 13.15 Uhr in der Ebertstraße aus "einer gewalttätigen Menge heraus einen Polizeibeamten erst zu Fall gebracht und dann auf diesen eingetreten haben", teilte die Polizei mit.

Mit einem Griff ans Bein, soll er den Beamten erst zu Fall gebracht, dann auf ihn eingetreten und anschließend versucht haben ihn in die Menge zu ziehen. Weil weitere Polizisten dem am Boden liegenden Beamten zu Hilfe eilten, ließ er von ihm ab und zog sich in die Menge zurück.

Frau vom Rad gerissen, geschlagen und ausgeraubt: Fahndung nach zwei Männern
Fahndung Frau vom Rad gerissen, geschlagen und ausgeraubt: Fahndung nach zwei Männern

Die Demo war zu diesem Zeitpunkt schon beendet worden, eine größere Gruppe ehemaliger Teilnehmer weigerte sich aber trotz mehrfacher Aufforderung die Straße zu verlassen.

Die Polizei versuchte daraufhin, die Gruppe durch Schieben und Drücken von der Fahrbahn zu bekommen. Dadurch kam es zu gewalttätigen Attacken aus dem Mob heraus.

Auffällig an dem Gesuchten waren neben seinen Vollbart, seine langen, zu einem Zopf gebunden Haare, sowie die kahlrasierten Seiten. Zudem trug der Mann eine auffällige schwarze Jacke mit dem Aufdruck "Lotus Renault".

Update, 11.5, 15.30 Uhr: Verdächtiger identifiziert

Aufgrund von mehreren Zeugenhinweisen konnte der unbekannte identifiziert werden. Die Ermittlungen gegen den 37-Jährigen dauern an.

Titelfoto: Polizei Berlin

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