Prostituierte überfallen: Geständnis im Prozess gegen Räuber-Trio

Flensburg – Mit vorgehaltener Waffe sollen sie Prostituierte in Flensburg überfallen und ausgeraubt, einmal ihr Opfer zusätzlich zum Sex gezwungen haben. 

Zwei der Angeklagten sitzen beim Auftakt im Prozess gegen drei Männer im Gerichtssaal.
Zwei der Angeklagten sitzen beim Auftakt im Prozess gegen drei Männer im Gerichtssaal.  © Carsten Rehder/dpa

Mit dem Geständnis eines der Angeklagten hat am Dienstag vor dem Landgericht Flensburg der Prozess gegen zwei rumänische Staatsangehörige und einen bulgarischen Komplizen begonnen. 

Laut Staatsanwaltschaft drangen die Männer im Dezember 2019 in drei Fällen in wechselnder Beteiligung gewaltsam in sogenannte Modellwohnungen in Flensburg ein. 

Jedes Mal bedrohten sie dort die Prostituierten mit einer geladenen Schreckschusspistole und forderten die Herausgabe von Wertgegenständen. Zweimal blieb es beim Versuch, weil ihre Opfer laut um Hilfe schrien.

Es ist der zweite Prozess-Anlauf. Ein erster am 10. Juni gestarteter Versuch mit zwei Berufsrichtern wurde ausgesetzt, da einem der Angeklagten neben einem Schuldspruch zusätzlich die Anordnung einer anschließenden Sicherungsverwahrung droht. 

Dafür muss die Strafkammer neben zwei Schöffen mit drei Berufsrichtern verhandeln. Die Urteile werden frühestens Anfang Oktober erwartet.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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