Frau rammt Freund Messer in die Brust: Die Strafe, warum er überlebte, und ihr ein Notruf half

Bonn - Wegen eines Stichs ins Herz hat das Bonner Landgericht eine 24-jährige Angeklagte aus Bad Honnef am Dienstag zu drei Jahren Haft verurteilt.

Die Frau (24) wurde am Landgericht Bonn zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Sie hatte ihrem Freund ein Messer in die Brust gerammt.
Die Frau (24) wurde am Landgericht Bonn zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Sie hatte ihrem Freund ein Messer in die Brust gerammt.  © Oliver Berg/dpa

Die junge Frau hatte ihrem 19-jährigen Freund, der sich von ihr trennen wollte, ein japanisches Messer mit 14,5 Zentimeter langer Klinge tief in die Brust gerammt, wenige Millimeter vom Herzen entfernt.

Als der Deutschen klar wurde, was sie getan hatte, holte sie umgehend Hilfe.

Der Freund überlebte wegen der schnellen Hilfe, aber auch, weil das Küchenmesser noch drei Stunden im Körper steckte, bis es im Krankenhaus entfernt werden konnte.

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Die Angeklagte hatte den Tatvorwurf eingeräumt. Dafür, wie es dazu gekommen sei, hatte sie allerdings keine Erklärung.

Eigentlich habe sie den Freund umarmen wollen, plötzlich jedoch habe er so seltsam geröchelt, so ihre Erinnerung.

Nicht ausgeschlossen, so hieß es im Urteil, dass die Angeklagte die Realität unbewusst uminterpretiert habe, weil sie die Schuld nicht habe ertragen können.

Notruf bewahrt Frau vor härterer Strafe

Da die Angeklagte durch den umgehenden Notruf freiwillig vom Tötungsversuch zurückgetreten war, kam eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags nicht in Frage.

Stattdessen wurde die Angeklagte nur wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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