81-Jähriger kracht ungebremst in an Ampel wartenden Biker: Fahrlässige Tötung?

Freiburg - Weil er ungebremst an einer Baustellenampel auf ein wartendes Motorrad aufgefahren sein soll und der Biker tödlich verletzt wurde, muss sich ein 81-Jähriger am Mittwoch (9 Uhr) vor Gericht verantworten.

Ein 81-Jähriger muss sich vor dem Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten. (Archivbild)
Ein 81-Jähriger muss sich vor dem Gericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten. (Archivbild)  © Patrick Seeger/dpa

Die Freiburger Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im Juni 2020 in Schallstadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) deutlich zu schnell mit seinem Auto unterwegs gewesen sei und eine scharfe Kurve geschnitten habe.

Aufgrund der Fahrweise habe er die an der roten Ampel stehenden Fahrzeuge zu spät erkannt.

In den Unfall war damals noch ein weiteres Auto verwickelt. Dessen Fahrerin und ihr fünfjähriger Sohn wurden leicht verletzt.

Die Behörde wirft dem Deutschen fahrlässige Tötung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Für den Prozess vor dem Amtsgericht sind bisher keine weiteren Termine geplant.


Ein Urteil könnte also schon am Mittwoch fallen.

Updsate: 16.07 Uhr

Bewährungsstrafe für 81-Jährigen

Der 81-Jährige ist zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Zudem wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen, wie ein Sprecher mitteilte. Sie darf erst nach zwei Jahren wieder erteilt werden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Deutschen fahrlässige Tötung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen und zwölf Monate auf Bewährung gefordert.

Das Amtsgericht folgte dem und erteilte dem Senior im Rahmen der Bewährung eine Geldauflage von 4800 Euro.

Der Verteidiger hatte den Angaben zufolge eine geringere Bewährungsstrafe beantragt und wollte, dass sein Mandant schneller wieder an seine Fahrerlaubnis kommt.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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