Mann missbrauchte wohl jahrelang seine Halbschwester und vier ihrer Freundinnen

Ulm - Ein 45-Jähriger soll über Jahre hinweg seine Halbschwester und vier Freundinnen des Mädchens sexuell missbraucht haben.

Ein 45-Jähriger muss sich wegen sexuellen Missbrauchs vor dem Ulmer Landgericht verantworten. (Symbolbild)
Ein 45-Jähriger muss sich wegen sexuellen Missbrauchs vor dem Ulmer Landgericht verantworten. (Symbolbild)  © Stefan Puchner/dpa

Von Mittwoch (8.30 Uhr) an muss er sich vor dem Ulmer Landgericht verantworten.

Nach Angaben des Gerichts wird dem Mann vorgeworfen, in den Jahren 1996 bis 2005 die Mädchen immer wieder missbraucht zu haben, wenn diese in seiner Wohnung in Ulm übernachteten.

Sie waren zu diesem Zeitpunkt zwischen sechs und 13 Jahren alt.

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Insgesamt legt die Ulmer Staatsanwaltschaft dem Angeklagten demnach mehr als 400 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern zur Last - darunter 20 schwere Fälle.

Der Mann war den Angaben zufolge zur Zeit der Taten 20 bis 25 Jahre alt.

Mit einem Urteil ist nach Angaben des Landgerichts Ende Juli zu rechnen.

Update, 16.06 Uhr: Prozess wird wegen Befangenheit ausgesetzt

Bereits kurz nach Beginn ist das Verfahren gegen einen Mann wegen hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauchs vor dem Landgericht Ulm ausgesetzt worden. Grund ist die mögliche Befangenheit einer Schöffin. Sie hatte am Mittwoch gleich zu Beginn mitgeteilt, mit den Eltern eines der mutmaßlichen Opfer "gut befreundet" zu sein und auch die Mutter des Angeklagten zu kennen, wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte.

Wann das Verfahren fortgesetzt werden kann, war zunächst unklar. Das Gericht ist laut dem Sprecher auf absehbare Zeit vorrangig mit anderen Verfahren beschäftigt. Es finde sich im Sitzungskalender in nächster Zeit schlicht keine Lücke für das ausgesetzte Verfahren, so der Sprecher.

Der 45-jährige Angeklagte befindet sich nicht in Untersuchungshaft und bleibt somit auf freiem Fuß.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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