Prügel bis zur Bewusstlosigkeit? Frau soll Adoptivkinder misshandelt haben!

Tübingen - Weil sie vier ihrer adoptierten Kinder misshandelt und gequält haben soll, muss sich eine Frau in Tübingen vor Gericht verantworten.

Der Prozess findet am Landgericht Tübingen statt. (Archiv)
Der Prozess findet am Landgericht Tübingen statt. (Archiv)  © Tom Weller/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem vor, eine Adoptivtochter so stark verprügelt zu haben, dass sie das Bewusstsein verlor und ihr Nasenbein brach.

Außerdem soll die heute 59-Jährige aus Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) einen Jungen mit Kochlöffel und Pfannen verprügelt und ihn gezwungen haben, Zigaretten zu essen.

Die Liste der Vorwürfe, die ab Dienstag (9 Uhr) vor dem Landgericht verhandelt werden, ist lang.

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So musste laut Anklage eine der Töchter in der Garage schlafen und Süßigkeiten bis zum Erbrechen essen.

Eines der Kinder soll demnach wegen der wiederholten psychischen Misshandlung eine schwere Persönlichkeitsstörung entwickelt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten insgesamt 14 Taten aus der Zeit von 1990 bis 2004 vor.

Ihr damaliger Ehemann soll laut Staatsanwaltschaft an drei der Taten beteiligt gewesen sein.

Am Dienstag wird zunächst kein Urteil in dem Prozess erwartet. Das Landgericht Tübingen hat sechs Verhandlungstage angesetzt.

Update, 13.21 Uhr: Angeklagte schweigt

Zum Prozessauftakt am Dienstag machte die Frau keine Aussage zu den Vorwürfen. Die Verhandlung vor dem Landgericht wurde bereits nach dem Verlesen der Anklage unterbrochen.

Die Liste der Vorwürfe, die der Oberstaatsanwalt gegen die Frau aus Kaiserslautern vortrug, war lang: Demnach hatten zwei Kinder mehrmals in der Garage übernachten müssen, sie soll drei von ihnen zudem Treppen heruntergestoßen haben. Dabei habe sie "völlig gefühllos gegenüber den Schmerzen der Kinder" gehandelt und "brutale Gewalt" ausgeübt, sagte der Oberstaatsanwalt.

Seine Anklagebehörde wirft der Frau die Misshandlung von Schutzbefohlenen in 14 Fällen aus der Zeit von 1990 bis 2004 vor. Ihr damaliger Ehemann soll an drei Taten beteiligt gewesen sein. Eines der Kinder soll wegen der wiederholten psychischen Misshandlung eine schwere Persönlichkeitsstörung entwickelt haben.

Die Anklage stuft das als Verbrechen ein, weil die Frau von einer psychischen Vorbelastung des Jungen gewusst haben soll.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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