Räuber bei Bankautomaten-Sprengung erschossen: Haft für seinen Komplizen!

Von Martin Oversohl

Heilbronn - Nach tödlichen Schüssen auf einen Geldräuber bei einer Bankautomaten-Sprengung in der Nähe von Ludwigsburg könnte das Heilbronner Landgericht noch am Montag (9.45 Uhr) ein Urteil gegen den angeklagten mutmaßlichen Komplizen sprechen.

In dieser Bankfiliale kam es zur tödlichen Schussabgabe.
In dieser Bankfiliale kam es zur tödlichen Schussabgabe.  © SDMG / Gress

Geplant sind zumindest die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Ein Urteil sei danach denkbar, teilte das Gericht vorab mit.

Einer der beiden Verdächtigen war bei dem nächtlichen Einsatz im vergangenen November in Erligheim (Kreis Ludwigsburg) von der Polizei erschossen worden.

Er soll die Beamten nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei der Festnahme angegriffen haben. Sein mutmaßlicher Komplize steht vor Gericht.

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Bereits wenige Wochen zuvor sollen die beiden Männer bei einer erfolgreichen Sprengung in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) mehr als 135.000 Euro erbeutet haben.

Der angeklagte mutmaßliche Komplize, ein 30-jähriger Türke aus dem westfälischen Lüdenscheid, streitet eine Teilnahme an dieser Tat jedoch ab.

Update, 15.07 Uhr: Drei Jahre Haft

Der Komplize des Mannes ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung des Landgerichts Heilbronn von Montag war der 30-Jährige bei der letztlich missglückten nächtlichen Aktion im vergangenen November in Erligheim (Kreis Ludwigsburg) mit dabei.

Er soll auch beim Diebstahl des Fluchtfahrzeugs geholfen haben.

Dem 30 Jahre alten Mann aus Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) war zudem vorgeworfen worden, wenige Wochen zuvor bei der erfolgreichen Automaten-Sprengung in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) mehr als 135.000 Euro erbeutet zu haben.

Er hatte diese Tat aber abgestritten, ein Alibi vorgelegt und wurde schließlich vom Vorwurf freigesprochen.

Titelfoto: SDMG / Gress

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