Tödliche Messer-Attacke auf Ehefrau: So lange muss der Mann ins Gefägnis

Baden-Baden - Einen Monat nach Prozessbeginn hat das Landgericht Baden-Baden am Mittwoch einen Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er seine Frau umgebracht und ihren Liebhaber mit einem Messer verletzt hatte.

Der 37-Jährige muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes vor dem Landgericht in Baden-Baden verantworten. (Archiv)
Der 37-Jährige muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes vor dem Landgericht in Baden-Baden verantworten. (Archiv)  © Tom Weller/dpa

Ein 37-Jähriger muss sich seit Mitte Mai dort verantworten, weil er seine Frau ermordet und ihren Liebhaber mit einem Messer verletzt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wertet das als Mord und gefährliche Körperverletzung. Sie hat eine lebenslange Haftstrafe gefordert und will, dass die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird.

Dann wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen. Der Verteidiger plädierte hingegen auf Totschlag.

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Aus seiner Sicht war weder das Opfer ahnungslos noch war die Tat heimtückisch, weil der Mann seiner Frau gedroht habe. Das Strafmaß überließ er dem Gericht.

Der Syrer, der bis zuletzt schwieg, soll am 20. September 2020 die Tür zur Wohnung der getrennt lebenden Ehefrau in Rastatt eingetreten haben.

Mit dem Messer habe er die 36-Jährige getötet. Der Liebhaber sei mit mehreren Schnittverletzungen geflüchtet. Die Polizei nahm den Verdächtigen am selben Tag am Bahnhof in Rastatt fest.

Das Paar hatte nach damaligen Angaben der Ermittler schon früher gestritten. Erst am Abend vor der Tat war demnach Anzeige gegen den Mann erstattet worden, die Polizei erteilte ihm einen Platzverweis.

Update 16.19 Uhr: Lebenslänglich für tödliche Messerattacke

Das Landgericht Baden-Baden hat einen Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er seine Frau umgebracht und ihren Liebhaber mit einem Messer verletzt hatte.

Das Gericht folgte bei seinem Urteil am Mittwoch aber nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dann wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen gewesen. Der angeklagte Syrer hatte seine 36 Jahre alte Ehefrau im September in ihrer Rastatter Wohnung getötet.

Der Liebhaber entkam mit mehreren Schnittverletzungen. Der Verteidiger des 37-Jährigen hatte eine mildere Strafe gefordert.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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