Tödliche Schüsse nach Automaten-Sprengung: Ab heute steht der Überlebende vor Gericht

Heilbronn - Nach einer gescheiterten Geldautomatensprengung steht einer der beiden mutmaßlichen Täter in Heilbronn vor dem Landgericht.

In dieser Bankfiliale kam es zur tödlichen Schussabgabe.
In dieser Bankfiliale kam es zur tödlichen Schussabgabe.  © SDMG / Gress

Der andere Mann war von der Polizei erschossen worden.

Die beiden waren beim Beutezug im November in Erligheim im Kreis Ludwigsburg auf frischer Tat ertappt worden.

Der Ältere, ein 58-jähriger Litauer, ging nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einem Schraubenzieher auf die Beamten los - die hätten deshalb geschossen.

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Nach dem Mann war zuvor europaweit gesucht worden wegen Geldautomatensprengungen und Einbrüchen.

Sein mutmaßlicher Komplize, ein 29 Jahre alter Türke, wurde später gestellt.

Bei einer erfolgreichen Sprengung wenige Wochen zuvor sollen die zwei Männer in Besigheim - ebenfalls im Kreis Ludwigsburg - noch mehr als 135.000 Euro erbeutet haben.

Der 29-Jährige sitzt von Montag (9.45 Uhr) an wegen der beiden Fälle auf der Anklagebank.

Update, 12.47 Uhr: Mutmaßlicher Komplize schweigt zum Prozessauftakt

Nach tödlichen Schüssen auf einen Geldräuber bei einer Bankautomatensprengung in der Nähe von Ludwigsburg schweigt sein angeklagter mutmaßlicher Komplize zunächst zu einer möglichen Teilnahme. Er wolle sich erst später äußern, sagte er zum Prozessauftakt.

Eine Bankmitarbeiterin hatte einen der beiden Männer nach eigener Aussage beim Ausspähen der Filiale beobachtet und die Polizei alarmiert. Ein Einsatzkommando nahm daraufhin die Sparkasse ins Visier und schlug zu, als die beiden Männer mitten in der Nacht den Geldautomaten sprengen wollten.

Titelfoto: SDMG / Gress

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