Vater findet tote Kinder (†3, †6): Wurde die Mutter zur Mörderin?

Ulm - Weil sie ihre beiden Kinder im Schlaf erstickt haben soll, muss sich ab Donnerstag (13 Uhr) eine 36-Jährige vor dem Landgericht Ulm verantworten.

Die angeklagte 36-Jährige muss sich vor dem Landgericht Ulm wegen des Vorwurfs des Mords in zwei Fällen verantworten.
Die angeklagte 36-Jährige muss sich vor dem Landgericht Ulm wegen des Vorwurfs des Mords in zwei Fällen verantworten.  © Stefan Puchner/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau Mord in zwei Fällen vor, wie ein Sprecher des Landgerichts mitteilte.

Sie soll den Angaben zufolge Ende April diesen Jahres ihre beiden drei und sechs Jahre alten Kinder erstickt haben, indem sie Mund und Nase der Kinder abdeckte und ihnen gleichzeitig Heliumgas zuführte.

Anschließend soll sie versucht haben, Suizid zu begehen. Auslöser soll eine von der Frau "als belastend empfundene familiäre Situation" gewesen sein.

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Der Vater hatte die beiden Kinder (3, 6) in der gemeinsamen Wohnung tot aufgefunden. Die Familie soll in der kleinen Gemeinde Oberstadion im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) gelebt haben, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

Die Frau war kurz nach dem Auffinden der Kinder festgenommen und des Mordes verdächtigt worden. Sie befindet sich in Untersuchungshaft.

Im Falle einer Verurteilung droht der Beschuldigten lebenslange Haft. Der Vater der Kinder tritt als Nebenkläger auf. Es sind sechs Verhandlungstage bis Mitte Dezember geplant.

Update, 14.38 Uhr: Prozess nach Verlesung der Anklageschrift vertagt

Unmittelbar nach Verlesung der Anklageschrift wurde der Prozess vertagt. Der Vorsitzende Richter gab an, dass ein psychiatrischer Sachverständiger wegen eines anderen Verfahrens am ersten Prozesstag nicht teilnehmen könne.

Da die Angeklagte bereits seit rund einem halben Jahr in Untersuchungshaft sei, habe man den Prozess nun begonnen. Eine Untersuchungshaft von mehr als sechs Monaten ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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