Filmreifer Einbruch in Juweliergeschäft: Räuber gesteht vor Gericht alles

Bamberg - Nach einem filmreifen Einbruch in ein Bamberger Juweliergeschäft stehen ab Dienstag (10 Uhr) zwei Männer vor Gericht.

Mit weiß-rotem Flatterband ist der Bereich vor dem Juweliergeschäft in Bamberg abgesperrt. Mehrfach verschafften sich hier Diebe mit einem Auto als Rammbock Zutritt.
Mit weiß-rotem Flatterband ist der Bereich vor dem Juweliergeschäft in Bamberg abgesperrt. Mehrfach verschafften sich hier Diebe mit einem Auto als Rammbock Zutritt.  © Nicolas Armer/dpa

Sie sollen mit einem gestohlenen Auto rückwärts in ein Schaufenster gefahren sein und Schmuck im Wert von mehr als 750.000 Euro erbeutet haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, mit zwei Unbekannten mehrere Einbrüche in Schmuckläden geplant zu haben.

Im Januar 2019 nutzte die Bande demnach ein Auto als Rammbock, schlug Vitrinen ein und erbeutete Uhren sowie Schmuck. Mit einem anderen gestohlenen Fahrzeug sollen sie geflüchtet sein.

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Einer der Angeklagten soll die Masche noch einmal im November 2019 bei einem anderen Juwelier in Bamberg probiert haben.

Mit zwei Mittätern soll er mehrmals erfolglos gegen die Tür des Ladens gefahren sein, bevor die Bande ohne Beute mit einem zweiten Wagen floh.

Erst vor zwei Monaten kam es erneut zu einem solchen Einbruch in Bamberg - wieder mit einem Auto, wieder bei demselben Juwelier wie zwei Jahre zuvor.

Einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten gebe es aber nicht, erklärte ein Polizeisprecher. Die beiden Verdächtigen im neuen Fall kämen für den ersten Einbruch nicht infrage.

Update 14.15 Uhr: Angeklagter gesteht Einbruch

Nach anfänglichem Schweigen räumte einer der beiden Angeklagten die Tat am Dienstag vor dem Landgericht ein.

Nach der Analyse von Videoaufnahmen und der Befragung eines Polizisten gestand einer der Angeklagten den Einbruch.

Er habe aber nicht die beiden Fahrzeuge geklaut, betonte der Mann. Auch einen versuchten Einbruch mit einem Komplizen im November 2019 räumte er ein. Dabei soll die Bande mehrfach erfolglos gegen die Tür eines Ladens gefahren sein, bevor sie ohne Beute mit einem zweiten Wagen floh.

An der Tür und dem Mauerwerk des Juweliers entstand ein Schaden von mindestens 10.000 Euro.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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