Bewährungsstrafe wegen Miesbacher Sparkassenaffäre: Georg Bromme legt Revision ein

München - Nach einer erneuten Bewährungsstrafe im Zusammenhang mit der sogenannten Miesbacher Sparkassenaffäre legt der ehemalige Vorstandschef der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee Revision ein.

Georg Bromme (r.) will sich mit dem Urteil nicht abfinden.
Georg Bromme (r.) will sich mit dem Urteil nicht abfinden.  © Peter Kneffel/dpa

Dafür habe man sich nach ausführlicher Diskussion entschieden, teilte der Anwalt von Georg Bromme am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Er wolle zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abwarten, gehe aber davon aus, dass auch die zuständige Staatsanwaltschaft ihrerseits Revision einlegen werde. In einem neuen Prozess um teure Geschenke auf Kosten der Kreissparkasse hatte das Landgericht München II Bromme vor knapp einer Woche erneut wegen Untreue verurteilt.

Der ehemalige Vorstandschef bekam allerdings mit einem Jahr und acht Monaten eine um zwei Monate höhere Strafe als im ersten Prozess. Der Ex-CSU-Landrat und frühere Aufsichtsratschef Jakob Kreidl hingegen erhielt erneut elf Monate als Urteil.

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Bromme und Kreidl mussten sich schon zuvor einmal wegen der Affäre um teure Geschenke, luxuriöse Reisen und Geburtstagspartys auf Kosten der Bank verantworten.

Bromme und die Staatsanwaltschaft hatten gegen das damalige Urteil Revision eingelegt.

Der Bundesgerichtshof bestätigte 2021 die Urteile des Landgerichts weitgehend. Bei einigen Vorwürfen aber sahen die Karlsruher Richter erneuten Verhandlungsbedarf.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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