Boateng zurück nach München: Prozess wegen vorsätzlicher Körperverletzung

München/Lyon - Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng (33) muss am Donnerstag, 9. September, als Angeklagter vor dem Amtsgericht München erscheinen.

Der Ex-Bayern-Spieler Jérôme Boateng (33) muss sich am Donnerstag vor Gericht wegen des Vorwurfs der Körperverletzung verantworten. (Archiv)
Der Ex-Bayern-Spieler Jérôme Boateng (33) muss sich am Donnerstag vor Gericht wegen des Vorwurfs der Körperverletzung verantworten. (Archiv)  © Marco Donato/FC Bayern München/FCB/dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Bayern-Star und Weltmeister von 2014 vorsätzliche Körperverletzung vor.

Der 33-Jährige soll seine Ex-Lebensgefährtin während eines Streits im Urlaub verletzt haben.

"Herr Boateng bestreitet die Vorwürfe energisch", sagte sein Anwalt Kai Walden der Deutschen Presse-Agentur.

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Boateng werde auch vor Gericht zu den Anklagepunkten Stellung nehmen.

Eigentlich hatte der Prozess schon im Dezember vergangenen Jahres beginnen sollen, doch nach Angaben von Anwalt Walden hat die Staatsanwaltschaft noch nachermitteln müssen - und dann kam auch noch die zweite Welle der Corona-Pandemie dazu.

Der ursprüngliche Gerichtstermin im Dezember vergangenen Jahres war verschoben worden, weil ein Zeuge "coronabedingt am Erscheinen gehindert" wurde, wie es vom Gericht hieß.

Mögliche Geld- oder Freiheitsstrafe bei Schuldspruch

Die Seite Boatengs hatte bei Bekanntwerden des ursprünglichen Prozesstermins im vergangenen Jahr laut Berichten von WDR und "Süddeutscher Zeitung" erklärt, dass es um einen privaten Sachverhalt gehe, der im Wesentlichen auf unbewiesenen Behauptungen Dritter beruhe.

Auf vorsätzliche Körperverletzung steht laut Gericht Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Innenverteidiger Boateng spielte seit 2011 für den FC Bayern und zukünftig bei Olympique Lyon. Kurz vor seinem 33. Geburtstag unterschrieb er bei dem französischen Erstligisten einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2023.

Die Sportzeitung "L'Équipe" nannte den Transfer eine "Meisterleistung" der Olympique-Verantwortlichen.

Titelfoto: Marco Donato/FC Bayern München/FCB/dpa

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