Freie-Wähler-Politiker wegen Verleumdung und Beleidigung verurteilt

Augsburg - Wegen Beleidigung und Verleumdung ist der frühere Augsburger Freie-Wähler-Oberbürgermeisterkandidat Peter Hummel (52) zu einer Geldstrafe von 13.650 Euro verurteilt worden.

Wegen Beleidigung und Verleumdung ist Peter Hummel (52) zu einer Geldstrafe von 13.650 Euro verurteilt worden.
Wegen Beleidigung und Verleumdung ist Peter Hummel (52) zu einer Geldstrafe von 13.650 Euro verurteilt worden.  © Stefan Puchner/dpa

Das Amtsgericht Augsburg war beim Urteil am Mittwoch überzeugt, dass der 52-Jährige in einem anonymen Schreiben einen anderen Stadtrat fälschlich beschuldigt hatte, eine Frau missbraucht zu haben. Zudem hatte Hummel laut Urteil eine Frau in einem sozialen Netzwerk übel beleidigt.

Hummel war bei der Kommunalwahl 2020 OB-Kandidat in Bayerns drittgrößter Stadt, erreichte jedoch nur 3,2 Prozent der Stimmen. Er hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen. Zwar handele es sich um Accounts, die er früher genutzt habe, allerdings hätten auch andere Personen Zugriff darauf gehabt.

"Herr Hummel ist nicht Verfasser dieser Nachrichten", so sein Verteidiger Marco Müller. Der Rechtsanwalt hatte einen Freispruch verlangt.

Er wollte sich nach dem Urteil noch nicht dazu äußern, ob Rechtsmittel eingelegt werden.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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