Mit zehn Messerstichen getötet: Zwölfeinhalb Jahre Haft für Ehemann

Nürnberg - Ein heute 53-jähriger Mann hat seine Ehefrau mit einem Küchenmesser erstochen und muss dafür ins Gefängnis. Er sei wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt worden, teilte das Landgericht Nürnberg-Fürth am Donnerstag mit.

Der damals 52-Jährige hatte laut Anklage im Oktober 2020 seine Ehefrau mit insgesamt zehn Stichverletzungen getötet haben.
Der damals 52-Jährige hatte laut Anklage im Oktober 2020 seine Ehefrau mit insgesamt zehn Stichverletzungen getötet haben.  © 123RF/kzenon

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Laut der Anklage hatte der Ukrainer im Oktober 2020 in der gemeinsamen Wohnung in Nürnberg mit einem Küchenmesser auf seine Ehefrau eingestochen.

Der Mann habe bei einem zunächst rein verbalen Streit das Messer ergriffen.

Nach den ersten Stichen sei die Frau noch in Richtung Wohnungstür geflüchtet, der Mann sei ihr aber gefolgt und habe erneut mit dem Messer mit 20 Zentimeter Klingenlänge auf ihren Oberkörper und Hals eingestochen.

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Insgesamt fügte er ihr zehn Stichverletzungen zu. Die Frau starb noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten gefordert.

Der Verteidiger des 53-Jährigen hatte auf eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen Totschlags in einem minder schweren Fall plädiert. Der Mann war am Tag der Tat festgenommen worden und saß seitdem in Untersuchungshaft.

Im Schnitt des Jahres 2019 versuchte in Deutschland einmal pro Tag jemand, seinen oder ihren Partner umzubringen. Alle drei Tage gelang so eine Tat. In ungefähr vier von fünf Fällen sind die Opfer Frauen.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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