Mann ertrinkt in Kanal: Bekannte müssen sich nach Tod vor Gericht verantworten

Weiden - Nach dem Tod eines 22 Jahre alten Mannes, der in einem Kanal in Weiden in der Oberpfalz ertrunken ist, müssen sich in Bayern drei Bekannte des Toten vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Nach dem Tod eines Mannes, der in einem Kanal in Weiden ertrunken ist, müssen sich drei Bekannte vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Nach dem Tod eines Mannes, der in einem Kanal in Weiden ertrunken ist, müssen sich drei Bekannte vor Gericht verantworten. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Ihnen wird vorgeworfen, dass sie ihrem Freund nicht geholfen haben - und ihn ertrinken ließen.

Die derzeit in Untersuchungshaft sitzenden zwei Männer und eine Frau sind deshalb wegen Totschlags durch Unterlassen angeklagt.

Wie der Sprecher des Weidener Landgerichts, Matthias Bauer, berichtete, haben sich die drei Angeklagten zu Beginn des Verfahrens am Dienstag zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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Sie würden jedoch vielleicht später aussagen.

Nach Angaben des Justizsprechers prüft die Strafkammer auch, ob eventuell als Alternative der Straftatbestand Aussetzung mit Todesfolge für die folgenschwere Tat infrage kommt.

Der betrunkene 22-Jährige war im vergangenen September in den Kanal gefallen. Die angeklagte Frau soll die Tragödie sogar mit ihrem Handy aufgenommen haben. Die Leiche war erst nach einem Tag aus dem Gewässer geborgen worden.

Die Polizei hatte mit einem Hubschrauber, Booten und Wärmebildkameras nach dem Mann gesucht.

Für den Prozess sind zehn Verhandlungstage bis Juli geplant.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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