Mann zu Geldstrafe verurteilt: Nach Prozess wird er von einem Zeugen festgenommen

München - Zu einer skurrilen Szene kam es am Donnerstag vor dem Münchner Amtsgericht, wo sich ein 32-Jähriger wegen mehrerer Fahrten trotz Fahrverbots verantworten musste.

Der Mann wurde von einem Polizisten, der als Zeuge geladen war, nach dem Prozess wegen einer anderen Sache festgenommen. (Symbolbild)
Der Mann wurde von einem Polizisten, der als Zeuge geladen war, nach dem Prozess wegen einer anderen Sache festgenommen. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Bei dem Prozess gegen 13 Uhr wurde der Beschuldigte vom Vorsitzenden Richter zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt.

Bis dahin lief der Prozess noch ohne besondere Vorkommnisse ab. Das änderte sich, als nach dem Urteil ein Zeuge aufstand und den Mann verhaftete.

Es handelte sich dabei um einen Münchner Polizeibeamten, der zu dem Prozess geladen war.

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"Kurz vor Verhandlungsbeginn hatte sich herausgestellt, dass gegen den Angeklagten neben seinen aktuell verhandelten Taten ein zusätzlicher Haftbefehl aufgrund einer nicht bezahlten Verkehrsordnungswidrigkeit besteht", teilte die Polizei am Sonntag mit.

Es handelte sich dabei um einen "sogenannten durch Zahlung abwendbaren Erzwingungshaftbefehl".

Durch die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung konnte der Mann damit die Polizeidienststelle wieder verlassen.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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