Kind (†9) mit bloßen Händen erwürgt: Vater gesteht vor Gericht die Tötung seines Sohnes

Bamberg - Ein Mann soll im Landkreis Forchheim seinen neunjährigen Sohn umgebracht haben - seit Montag muss er sich in einem Mordprozess vor dem Landgericht Bamberg verantworten.

Der Angeklagte (r.) hält sich einen Ordner vor das Gesicht, während er sich im Gerichtssaal mit seinem Verteidiger Maximilian Glabasnia unterhält.
Der Angeklagte (r.) hält sich einen Ordner vor das Gesicht, während er sich im Gerichtssaal mit seinem Verteidiger Maximilian Glabasnia unterhält.  © Nicolas Armer/dpa

Zum Prozessbeginn gestand der 51-Jährige die Tat.

Er sei an dem Sonntagmorgen im März überzeugt gewesen, sich und den Sohn umzubringen, sagte er am Montag. Laut der Anklage war er von Existenzängsten getrieben und litt an einer Depression.

Sich selbst etwas anzutun, habe er danach aber nicht geschafft, sagte der Mann am Montag. Auf die Frage des Richters, warum der Sohn und nicht er selbst habe sterben müssen, sagte er: "Die stelle ich mir jeden Tag." Er habe überhaupt keinen Hass auf den Sohn gehabt.

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Der 51-Jährige bestätigte die Darstellung der Anklage: Er habe den neunjährigen Buben im März 2021 überraschend mit einem Metallbügel erschlagen wollen. Der Sohn überlebte den Schlag aber, der Vater erwürgte ihn daraufhin mit bloßen Händen. Der Bub war übers Wochenende bei ihm gewesen, die Eltern lebten zur Tatzeit seit einigen Monaten getrennt.

Der Mann hat eigenen Angaben zufolge Schulden, ein Antidepressivum habe er nach eigenem Ermessen abgesetzt. Ein Urteil könnte am 10. November gesprochen werden.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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