Berufungsprozess: Priester soll 12-jährige Ministrantin missbraucht haben

Schweinfurt - Ein Priester muss sich von heute (9 Uhr) an wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Ministrantin vor dem Landgericht Schweinfurt verantworten.

Zwei Verhandlungstage sind vor dem Landgericht Schweinfurt angesetzt. Das Urteil könnte bereits an diesem Freitag fallen.
Zwei Verhandlungstage sind vor dem Landgericht Schweinfurt angesetzt. Das Urteil könnte bereits an diesem Freitag fallen.  © dpa/Landgericht Schweinfurt

Der frühere Kaplan einer unterfränkischen Gemeinde hat nach Überzeugung der Anklage vor mehr als zehn Jahren das damals zwölfjährige Mädchen sexuell missbraucht.

Das Amtsgericht Bad Kissingen hatte den 43 Jahre alten Pfarrer im vergangenen August wegen Kindesmissbrauchs zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt.

Das Schöffengericht setzte die Strafe zu drei Jahren Bewährung aus. Zudem sollte der Deutsche 1200 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten gegen dieses Urteil Berufung ein - nun muss sich das Landgericht mit den Vorwürfen befassen. Zwei Verhandlungstage sind angesetzt. Das Urteil könnte bereits an diesem Freitag fallen.

Das mutmaßliche Opfer hatte im ersten Prozess eingeräumt, damals in den Priester verliebt gewesen zu sein.

Trotz anfänglicher Ablehnung soll sich der katholische Geistliche um das Jahr 2010 herum dann doch auf Intimitäten mit der Schülerin eingelassen haben.

Den Vorwurf des Kindesmissbrauchs wies er allerdings schon bei seiner polizeilichen Befragung im Frühjahr 2019 von sich.

Update, 18. Februar, 12.53 Uhr: Angeklagter Priester möchte Freispruch erreichen

Der wegen sexuellen Missbrauchs einer Ministrantin in Schweinfurt angeklagter Priester möchte im Berufungsprozess einen Freispruch erreichen. Das sagte sein Verteidiger am Donnerstag zu Verhandlungsauftakt.

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Titelfoto: dpa/Landgericht Schweinfurt

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