Verheerende Verwüstungsfahrt in Wohngebiet: Das sagt der Lastwagenfahrer

Fürth - Ein wegen einer verheerenden Trunkenheitsfahrt durch eine Wohnstraße in Fürth angeklagter Lastwagenfahrer hat die Vorwürfe vor Gericht eingeräumt.

Der 51 Jahre alte Lastwagenfahrer hat vor Gericht gestanden.
Der 51 Jahre alte Lastwagenfahrer hat vor Gericht gestanden.  © Daniel Karmann/dpa

Er habe seine Alkoholisierung bemerkt, allerdings gedacht, es gehe schon, ließ der 51-Jährige am Montag seine Verteidigerin erklären. Er habe am Nachmittag des 8. Februars Wodka getrunken, weil er zuvor geplant habe, in Fürth zu übernachten.

Ihr Klient habe aber den Stellplatz räumen müssen und geplant, nur bis zum nächsten Parkplatz zu fahren. Er habe einen Knall wahrgenommen, sei aber dennoch weitergefahren, sagte die Anwältin.

"Ab da sind seine Erinnerungen verschwommen beziehungsweise weg", so der Lkw-Fahrer ein.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen vor, an eben jenem Tag mit dem mit tonnenschweren Stahlteilen beladenen Sattelzug stark betrunken über eine rote Ampel gefahren, ein Auto gerammt und dabei dessen Fahrerin verletzt zu haben.

Dann soll der Mann mit 70 Kilometern die Stunde eine Wohnstraße heruntergedonnert sein.

Dabei soll er mehrere parkende Autos gestreift beziehungsweise gerammt haben. Schließlich habe er sogar mehrere Fahrzeuge ineinander geschoben und sei letztlich vor einem Mehrfamilienhaus zum Stehen gekommen.

Der Lastwagenfahrer hinterließ in Fürth eine Schneise der Verwüstung.
Der Lastwagenfahrer hinterließ in Fürth eine Schneise der Verwüstung.  © Friedrich/vifogra/dpa

Fünf verletzte Menschen und rund 800.000 Euro Schaden bei Trunkenheitsfahrt in Fürth

Vor diesem ging der Lkw der Anklage zufolge in Flammen auf, das Feuer griff auf ein Mehrfamilienhaus über. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mussten sich über eine Mauer im Hinterhof retten, weil die Haustür versperrt war.

Insgesamt wurden fünf Menschen bei der folgenschweren Verwüstungsfahrt verletzt, mehr als 30 Autos demoliert und mehrere Häuser beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Anklage demnach entsprechend auf etwa 800.000 Euro.

Am ersten Prozesstag sollen noch zahlreiche Zeuginnen und Zeugen aussagen, darunter auch die Verletzten.

Titelfoto: Friedrich/vifogra/dpa

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