Frauen vergewaltigt und heimlich beim Sex gefilmt: Lange Haftstrafe für Lehramtsstudent (31)

Von Gregor Bauernfeind

Würzburg - Wegen der Vergewaltigung mehrerer Frauen ist ein 31-Jähriger vom Landgericht Würzburg zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Das Gericht behielt sich vor, nachträglich auch noch ein spätere Sicherheitsverwahrung für den 31-Jährigen anzuordnen (Symbolbild).
Das Gericht behielt sich vor, nachträglich auch noch ein spätere Sicherheitsverwahrung für den 31-Jährigen anzuordnen (Symbolbild).  © 123RF/Olga Yastremska

Zudem ist eine spätere Unterbringung in Sicherungsverwahrung möglich, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann einen schweren sexuellen Missbrauch gegen "eine widerstandsunfähige Person" filmte.

Dafür und unter anderem wegen besonders schwerer Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie mehrerer Vergewaltigungen wurde er verurteilt.

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Die Taten ereigneten sich zwischen 2016 und 2018. Mehrere der betroffenen Frauen traten in dem Prozess als Nebenklägerinnen auf. Einer von ihnen muss der Mann 20.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Seine Bekanntschaften hatte der Mann unter anderem über Dating-Plattformen wie Tinder oder Lovoo kennengelernt.

Der Prozess gegen den 31-Jährigen war bereits im vergangenen Sommer gestartet. Für Aufsehen hatten schon damals nicht nur die Taten gesorgt, für die er nun verurteilt wurde.

Angeklagter gestand, seine Bekanntschaften beim Sex gefilmt zu haben

Das Landgericht Würzburg verurteilte den 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und neun Monaten.
Das Landgericht Würzburg verurteilte den 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und neun Monaten.  © dpa/Daniel Karmann

Darüber hinaus soll der ehemalige Lehramtsstudent Bekanntschaften mit einer Laptop-Kamera oder dem Handy heimlich beim - laut Gericht einvernehmlichen - Sex gefilmt haben. Vor Gericht gab der frühere Hobby-Kickboxer das zu. Diese Verfahren wurden eingestellt.

Dies ist nach Angaben des Landgerichts möglich, wenn kleinere Strafen im Vergleich zu anderen zu erwartenden Strafen nicht erheblich ins Gewicht fallen würden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von neun Jahren mit Sicherungsverwahrung gefordert, die Verteidigung sieben Jahre und sechs Monate ohne Sicherungsverwahrung.

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Das Gericht behielt sich vor, diese noch nachträglich für den Angeklagten anzuordnen. Das bedeutet, dass das Gericht bis zur vollständigen Vollstreckung der Strafe Zeit mit einer solchen Entscheidung hat, etwa wenn von dem Mann weiter erhebliche Straftaten zu erwarten sind.

Titelfoto: 123RF/Olga Yastremska

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