Er wog nur noch 34 Kilo: Haben Ehefrau und Sohn kranken Mann (†51) verhungern lassen?

Würzburg - Was ist da passiert? Ein an Alzheimer-Demenz erkrankter Mann (†51) wird von seiner Frau und seinem Sohn gepflegt - dennoch verhungert er.

Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass der Tote bis auf 34 Kilogramm abgemagert war - bei einer Größe von 1,78 Metern.
Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass der Tote bis auf 34 Kilogramm abgemagert war - bei einer Größe von 1,78 Metern.  © 123rf/Tom Baker

Ab dem heutigen Donnerstag 9 Uhr stehen nun die beiden Familienangehörigen wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Würzburg.

Sie sollen den 51-Jährigen nicht rechtzeitig zum Arzt gebracht haben. Das Motiv war den Ermittlern allerdings noch unklar.

Die Familie lebte unter einem Dach. Mindestens vier Jahre vor seinem Tod im August 2017 hatte der Ehemann und Vater an Alzheimer-Demenz gelitten.

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Spätestens seit Sommer 2017 soll bei dem Pflegebedürftigen ein zunehmender körperlicher Verfall eingetreten sein.

Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass er bis auf 34 Kilogramm abgemagert war - bei einer Größe von 1,78 Metern.

Der Prozess gegen die Ehefrau und ihren Sohn beginnt heute um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Würzburg.
Der Prozess gegen die Ehefrau und ihren Sohn beginnt heute um 9 Uhr vor dem Amtsgericht Würzburg.  © dpa/Daniel Karmann

Die Todesursache lautete: verhungern. Mit einem Arztbesuch hätte dies laut Anklage verhindert werden können.

Titelfoto: 123rf/Tom Baker

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