20-Jähriger soll 28.000-Euro-Goldnest aus Schule gestohlen haben: Angeklagter schweigt

Von Anne Baum

Berlin - Rund zwei Jahre nach dem Diebstahl eines Kunst-Vogelnestes aus Gold in einer Berliner Grundschule beginnt am Montag (9 Uhr) der Prozess gegen einen 20-Jährigen.

Dieses etwa 28.000 Euro teure Goldnest wurde im Mai 2019 gestohlen.
Dieses etwa 28.000 Euro teure Goldnest wurde im Mai 2019 gestohlen.  © dpa/Lorenz Vossen/Berliner Morgenpost

Laut Staatsanwaltschaft soll er das im Foyer ausgestellte und gesicherte Kunstwerk "Goldnest" zusammen mit mindestens einem bislang unbekannten Komplizen entwendet haben.

Die Anklage gegen den Mann aus einer arabischstämmigen Großfamilie lautet auf Diebstahl im besonders schweren Fall, Einbruchsdiebstahl, Diebstahl mit Waffen und Sachbeschädigung.

Um an das Vogelnest mit 74 filigranen Zweigen aus Feingold zu gelangen, sollen die Täter in der Nacht zum 15. Mai 2019 laut Ermittlungen mit einer Glassäge die schussfeste Vitrine zerstört haben, in der das wertvolle Exponat aufbewahrt war.

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Das knapp ein Kilogramm schwere Goldnest im Wert von etwa 28.000 Euro ist laut Staatsanwaltschaft bis heute verschwunden. Das Kunstwerk wurde im Rahmen eines Wettbewerbs zum Neubau der Schule angefertigt.

Es wurde in der Grundschule am Fuchsberg in Berlin-Biesdorf ausgestellt.
Es wurde in der Grundschule am Fuchsberg in Berlin-Biesdorf ausgestellt.  © DPA/Annette Riedl

Ermittler vermuten, dass es ebenso wie die 2017 gestohlene 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum eingeschmolzen worden sein könnte.

Update, 17.15 Uhr: Clan-Mitglied schweigt vor Gericht

Mit Hammer, Axt und Glassäge rückten Einbrecher an: Nach dem Diebstahl eines aus Gold gefertigten künstlichen Vogelnestes aus einer Berliner Grundschule vor rund zwei Jahren hat sich einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht in Schweigen gehüllt.

Der 20-Jährige werde sich vorläufig nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte einer der beiden Verteidiger am Montag zu Beginn des Prozesses am Amtsgericht Berlin-Tiergarten.

Der Prozess wird am 12. Juli fortgesetzt.

Titelfoto: dpa/Lorenz Vossen/Berliner Morgenpost, dpa/Annette Riedl

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