Nach Wettbüro-Mord in Berlin: Bundesgerichtshof prüft Urteile gegen Rocker-Gruppe

Berlin/Leipzig - Acht Jahre nach den tödlichen Schüssen in einem Berliner Wettbüro hat der Bundesgerichtshof (BGH) über den Fall verhandelt.

Seit Dienstag verhandelt in Leipzig der Bundesgerichtshof über einen Mord in einem Berliner Wettbüro.
Seit Dienstag verhandelt in Leipzig der Bundesgerichtshof über einen Mord in einem Berliner Wettbüro.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der 5. Strafsenat des BGH in Leipzig überprüft die Urteile gegen Mitglieder einer Rocker-Gruppe.

Sie sollen 2014 überfallartig in das Lokal gestürmt sein und einen 26-Jährigen erschossen haben. Hintergrund sollen Rivalitäten zwischen dem Opfer und dem damaligen Anführer der Berliner Hells Angels gewesen sein.

Das Landgericht Berlin hatte acht Angeklagte wegen Mordes und den Rocker-Chef wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt.

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Sie legten Revision ein. Auch die Staatsanwaltschaft wendet sich gegen das Urteil, weil das Landgericht den Männern zwei Jahre ihrer Strafen als verbüßt angerechnet hatte.

Der BGH hat zwei Tage für die mündliche Verhandlung am Dienstag und Mittwoch angesetzt.

Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, war zunächst offen.

Text aktualisiert, 18. Januar, 10.54 Uhr

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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