Tödlicher Crash mit Polizeiauto: Prozess unterbrochen, angeklagter Polizist fehlt

Berlin - Der Prozess um die tödliche Kollision eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in Berlin-Mitte wird am Dienstag (9.15 Uhr) mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt. 

Ein 53-jähriger Polizeibeamter steht nach einem tödlichen Unfall in Berlin vor Gericht.
Ein 53-jähriger Polizeibeamter steht nach einem tödlichen Unfall in Berlin vor Gericht.  © dpa/Maurizio Gambarini

Angeklagt ist ein 53-jähriger Hauptkommissar. Der Beamte am Steuer des Fahrzeugs soll im Januar 2018 auf dem Weg zu einem Einsatz mit überhöhtem Tempo in den Wagen der 21-Jährigen gekracht sein, die einparken wollte. 

Laut Anklage wurde bei der Kollision noch eine Geschwindigkeit von 93 Kilometern je Stunde festgestellt, bei der Tunnelausfahrt seien es noch 130 gewesen. 

Der Beamte muss sich in dem Prozess am Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen fahrlässiger Tötung verantworten. 

Der Fall hatte große Wellen geschlagen - auch wegen Ungereimtheiten bei den Ermittlungen. 

Update, 11.17 Uhr: Prozess um tödlichen Crash unterbrochen: Angeklagter Polizist fehlt

Der Prozess um die tödliche Kollision eines Funkstreifenwagens mit dem Auto einer jungen Frau in Berlin-Mitte ist am Dienstag unterbrochen worden, weil der angeklagte Polizeibeamte nicht erschienen war. 

Der 53-Jährige habe am Morgen telefonisch mitgeteilt, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sehe und sich zum Arzt begeben werde, sagte der Vorsitzende Richter. 

Der Beamte soll nun ein Attest, das ihm eine Verhandlungsfähigkeit für den Termin am Dienstag bescheinigt, bis Mittwochvormittag vorlegen. Der Prozess soll am 17. November fortgesetzt werden.

Titelfoto: dpa/Maurizio Gambarini

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