Waffen im Darknet gekauft? JVA-Mann sitzt auf der Anklagebank

Berlin - Weil er sich zahlreiche Waffen und Waffenteile im sogenannten Darknet beschafft haben soll, muss sich ein 38-Jähriger ab Donnerstag (9.30 Uhr) vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm. (Archivbild)
Die beleuchtete Tastatur eines Laptops spiegelt sich im Bildschirm. (Archivbild)  © Silas Stein/dpa

Dem Angeklagten werden acht Taten zwischen Januar 2014 und Oktober 2017 vorgeworfen. 

Die illegal erworbenen Waffen habe er Ermittlungen zufolge zum Teil für sich behalten, zum Teil aber auch gewinnbringend weiterverkauft. 

Dem Mann, der im Tatzeitraum als Krankenpfleger in einer Berliner Justizvollzugsanstalt beschäftigt gewesen sei, werden verschiedene Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt. 

Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage vorgesehen.

Update, 13.53 Uhr 

Der Prozess gegen einen 38-jährigen Berliner ist im ersten Anlauf gescheitert. Das Landgericht setzte die Hauptverhandlung am Donnerstag nach mehreren Anträgen der Verteidigung und noch vor Verlesung der Anklage aus. 

Der Verteidiger hatte zunächst einen Antrag auf Unterbrechung der Verhandlung für eine Woche zur Überprüfung der Gerichtsbesetzung gestellt. Zudem beantragte er, die Anklage nicht zu verlesen und das Verfahren per Urteil einzustellen. Die Anklage sei fehlerhaft, begründete der Anwalt. Diesen Antrag hatte das Gericht abgelehnt. Ein neuer Prozesstermin steht noch nicht fest.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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